05.09.2008 11:09
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NOL will nur noch 4 bis 5 Mrd USD für Hapag-Lloyd zahlen - Kreise

   SINGAPUR (Dow Jones)--Die singapurische Reederei Neptune Orient Lines (NOL) stellt Kreisen zufolge wegen der Branchenabkühlung nun einen geringeren Kaufpreis für den Wettbewerber Hapag-Lloyd in Aussicht als noch vor einigen Monaten. Informierte Personen sagten am Freitag, NOL habe das Angebot auf 4 Mrd bis 5 Mrd USD gesenkt. NOL hatte im Frühjahr angefangen, einen Kauf von Hapag-Lloyd zu sondieren und es hieß, die Reederei würde einen Preis von 6 Mrd bis 7 Mrd USD für Hapag-Lloyd zahlen.

   Mit einer Übernahme von Hapag-Lloyd durch NOL würde - gemessen an der Kapazität - der drittgrößte Containerschiffkonzern weltweit entstehen. Obwohl eine Übernahme von Hapag-Lloyd durch NOL nach Einschätzung von Beobachtern strategisch unverändert sinnvoll ist, haben sich seit dem Frühjahr die Weltkonjunktur und die Aussichten für die Containerschifffahrt eingetrübt.

   "NOL hat im zweiten Quartal weniger verdient als erwartet. Es sind geringere Transportmengen nach Nordamerika unterwegs und die Kosten sind gestiegen. Die Preise auf der Strecke von Asien nach Europa sind immer noch niedrig. In diesem Umfeld ist ein Preis von bis zu 7 Mrd USD für Hapag-Lloyd, wie er ursprünglich mal angedacht war, keine Frage mehr", sagte eine informierte Person Dow Jones Newswires.

   "4 Mrd USD für Hapag-Lloyd wäre logisch. Bei 5 Mrd USD ist dann eine Prämie enthalten, die NOL in Betracht ziehen könnte", so die Person weiter. "Alles, was darüber hinaus geht, könnte zu einem Rückzug von NOL führen", sagte die informierte Person.

   NOL hatte Ende Juli das vorläufige nicht-bindendes Angebot für Hapag-Lloyd gemacht und ist mit einem anderen Bieter in die engere Wahl gekommen. Ein NOL-Sprecher sagte am Mittwoch, die Due-Diligence-Prüfung für die Transaktion laufe. Neben NOL bemüht sich ein Konsortium aus Hamburger Kaufleuten um Hapag-Lloyd. Angeführt wird es von dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne.

   Eine weitere informierte Person sagte, NOL werde die Due-Diligence-Prüfung in diesem Monat abschließen und bis Anfang Oktober ein Angebot vorlegen. Die TUI AG hatte Mitte März die Trennung von der Containerschifffahrt beschlossen, was den DAX-Konzern zu einem reinen Touristikkonzern machen würde. Bis Ende September will TUI definitive Angebote für seine Schifffahrtstochter einholen. Im Oktober soll dann eine Entscheidung fallen.

   Der frühere NOL-CEO Thomas Held habe im Frühjahr den Preis von bis zu 7 Mrd USD ins Spiel gebracht, sagte die informierte Person weiter. Er sei der Auffassung gewesen, NOL riskiere es, im Wettbewerb abgehängt zu werden, wenn der Konzern nicht schnell expandiere. Einige, darunter auch NOL-Aktionäre, seien mit dem kursierendem Preis nicht glücklich gewesen, so die Person weiter. Thomas Held ist im Juli zurückgetreten. Die singapurische Investmentgesellschaft Temasek Holdings Pte. Ltd ist mit 66% an der NOL beteiligt.

   NOL und Temasek wollten in der Sache keine Stellungnahme abgeben. Ein Sprecher von TUI sagte, die Entscheidung werde im Herbst fallen. Einen Angebotspreis von NOL wollte er nicht kommentieren.

   Bereits vor einigen Tagen hatte Dow Jones Newswires von einer informierten Person erfahren, dass NOL bei einer möglichen Übernahme von Hapag-Lloyd auf einen niedrigeren Preis drängen könnte.

Webseiten: http://www.tui-group.com http://www.nol.com.sg http://www.hapag-lloyd.de

-Von Costas Paris, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com (P.R. Venkat, John Jannarone und Kirsten Bienk haben zu dem Artikel beigetragen) DJG/DJN/cbr/brb (END) Dow Jones Newswires

   September 05, 2008 05:06 ET (09:06 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 06 AM EDT 09-05-08



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Kommentare zu diesem Artikel

wakunia schrieb:
05.09.2008 13:42:01

der Ausverkauf Deutschlands, dem LandderFrührentner,Dauerarbeitsl. und Hartzer geht weiter, aber bei sinkenden Preisen.Singupur führt uns vor:zuerst rettet der Kleinstaat mit 4 Mio Einw.durch A380Käufe EADS,wozu 400 Mio Europäer fast nicht in der Lage waren-nun wird TUI zerlegt
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