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08.05.2008 13:00
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Netzagentur stellt missbrauchsverfahren gegen Telekom ein

        BONN (dpa-AFX) - Das Bundeskartellamt hat das Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Telekom  wegen Engpässen bei der Freischaltung von DSL-Anschlüssen eingestellt. "Die Einstellung der Verfahren konnte nur erfolgen, weil die Deutsche Telekom unter dem Druck möglicher Entscheidungen den Auftragsstau abgebaut hat", sagte Behördenchef Matthias Kurth am Donnerstag in Bonn. Die Konkurrenten Arcor und Telefonica   hatte sich im Wettbewerb im DSL-Kunden benachteiligt gesehen, da die Telekom benötigte Anschlüsse nicht schnell genug frei geschaltet hatte.

    Für ihr DSL-Angebot greifen die Telekom-Wettbewerber auf die sogenannte Teilnehmeranschlussleitung (TAL) zurück, die von der Telekom gestellt wird und die den direkten Zugang zum Endkunden darstellt. Im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen drastisch gestiegen, was zu Engpässen bei der Telekom geführt hatte. Zwischenzeitlich lief ein Rückstau von mehr als 100.000 unbearbeiteten DSL-Anschlüsse auf.

    Auf Druck der Netzagentur erhöhte die Telekom seit Januar ihre Kapazität und baute den Rückstau ab. "Ich begrüße, dass die Deutsche Telekom den Missbrauchsvorwurf selbst beseitigt hat und es nicht auf eine streitige Entscheidung durch uns hat ankommen lassen", sagte Kurth. Er gehe davon aus, dass es keine Engpässe mehr geben werde.

    Die Telekom begrüßt die Einstellung des Verfahrens. "Wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen und zusätzliche Mittel investiert, um die durch starke Nachfrage aufgetretenen Engpässen bei der letzten Meile zu beseitigen", sagte Festnetz-Vorstand Timotheus Höttges. Der Rückstau sei inzwischen abgearbeitet./mur/tw





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