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16.04.2008 15:04
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Novartis sieht Multiple-Sklerose-Mittel FTY720 im Zeitplan

Von Anita Greil DOW JONES NEWSWIRES ZÜRICH (Dow Jones)--Der Pharmakonzern Novartis AG hält weiter an dem Plan fest, für sein orales Multiple-Sklerose-Medikament FTY720 noch vor Ende 2009 einen Antrag zur Zulassung in den USA und Europa einzureichen. Novartis mit Sitz in Zürich verwies auf Zwischenergebnisse, wonach die Patienten auch nach drei Jahren der Einnahme noch einen Nutzen von dem Mittel haben.

   Der Erfolg dieses experimentellen Medikaments ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger für Novartis geworden, nachdem ein potenzielles Blockbuster-Mittel zur Behandlung von Diabetes keine behördliche Genehmigung erhalten hatte und anderen wichtigen Medikamenten des Unternehmens mittlerweile durch Generika Konkurrenz gemacht wird. Deshalb ist FTY720 inzwischen zu einem der am meisten ausgereiften Produkte in der Entwicklungs-Pipeline von Novartis geworden.

   Novartis zufolge zeigten die neuen Daten, dass sich der Zustand der meisten Patienten, die das experimentelle Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose einnahmen, nach drei Jahren nicht weiter verschlechtert hatte. Bei bis zu 73% der Patienten, die die Tablette einmal täglich eingenommen hatten, habe es in den drei Jahren keine Rückfälle gegeben, 89% der Patienten hätten gemäß Magnetresonanztomographie keine für Multiple Sklerose typischen Hirnverletzungen erlitten. Multiple Sklerose ist keine heilbare Krankheit; lediglich ihr Fortschreiten kann durch einzelne Medikamente aufgehalten werden.

   "Diese neuen Daten haben das spannende Potenzial, dass FTY720 die Rückfallraten bei MS-Patienten reduziert, indem sie nur einmal am Tag eine Tablette einnehmen", sagte der Leiter der Studie, Giancarlo Comi.

   Momentan führen die Biogen Idec Inc mit "Avonex", die Merck KgaA mit "Rebif", die Bayer AG - in Kooperation mit Novartis - mit "Betaseron" und die Teva Pharmaceutical Industries Inc mit "Copaxone" den US-Markt mit MS-Medikamenten an.

   Zu den Unternehmen, die zurzeit ebenfalls eine Tablette gegen Multiple Sklerose entwickeln, gehört die deutsche Merck KGaA, deren "Cladribin"-Tabletten sich in der dritten und wahrscheinlich letzten klinischen Testphase befinden. Auch das US-Biotech-Unternehmen Biogen Idec entwickelt derzeit zwei orale MS-Medikamente, eines davon zusammen mit der belgischen Pharmagruppe UCB SA.

Webseite: http://www.novartis.com -Von Anita Greil, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/pia/cbr (END) Dow Jones Newswires

   April 16, 2008 09:02 ET (13:02 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 02 AM EDT 04-16-08

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