Obama ruft Völker zu neuem Geist der Zusammenarbeit auf
BERLIN (AFP)--Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat die Völker der Welt zu einem neuen Geist der Zusammenarbeit aufgerufen und dabei auch mehr deutsches Engagement für den Anti-Terror-Einsatz in Afghanistan verlangt. "Völker der Welt, schaut auf Berlin", sagte Obama am Donnerstagabend vor zehntausenden Zuhörern an der Berliner Siegessäule. Der Zeitpunkt sei gekommen, an dem eine neue Generation der Geschichte ihren Stempel aufdrücken müsse. Dies gelte für den Klimaschutz ebenso wie für den Kampf gegen den Terrorismus in Afghanistan: "Amerika schafft das nicht allein."
Obama bezeichnete Berlin als die Stadt, "wo eine Mauer fiel, ein Kontinent sich vereinigte und der Lauf der Geschichte bewies, dass keine Herausforderung zu groß ist für eine Welt, die zusammensteht". Heute sei die größte Gefahr, dass neue Mauern die Völker voneinander trennten. Die Mauern zwischen Reich und Arm, zwischen Rassen und Ethnien, zwischen Einheimischen und Migranten, zwischen Christen, Moslems und Juden dürften nicht stehenbleiben. "Jetzt sind dies die Mauern, die wir einreißen müssen", sagte der Präsidentschaftskandidat.
Die Rede des US-Senators wurde seit Tagen mit Spannung erwartet. Seit seiner Ankunft in Berlin am Donnerstagmorgen traf er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zusammen. Am Freitag reist er weiter nach Paris.
DJG/kth (END) Dow Jones NewswiresJuly 24, 2008 13:34 ET (17:34 GMT)
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