Ölpreise geben nach abermaligen Rekorden leicht nach
Auf einen neuen Rekordstand knapp unter 126 Dollar stieg unterdessen auch der Preis für die Nordseesorte Brent. Im Tagesverlauf kostete ein Fass Brent zur Juni-Auslieferung bis zu 125,90 Dollar und damit soviel wie nie zuvor. Zuletzt ermäßigte sich der Brent-Preis auf 124,46 Dollar. Im Vergleich zum Vortagesschluss entsprach dies einem Plus von 1,62 Dollar. Damit haben die Ölpreise in der laufenden Woche täglich neue Rekordmarken erreicht.
Marktbeobachter führten die anhaltende Rekordjagd der Ölpreise insbesondere auf spekulative Faktoren zurück. So zeigten große Fonds immer regeres Interesse, in den Ölmarkt zu investieren, hieß es. Als Grund gilt vor allem die internationale Finanzmarktkrise, die Rohstoffe gegenüber vielen anderen Anlageklassen deutlich attraktiver werden ließ. Allerdings werden auch fundamentale Faktoren wie die anhaltend hohe Ölnachfrage aus aufstrebenden Ländern wie China und Indien genannt. Auch das knappe Angebot an Rohöl gilt als ein Grund für das hohe Ölpreisniveau.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist unterdessen den dritten Tag in Folge auf einen Rekordstand gestiegen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariat vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Donnerstag 116,93 US-Dollar. Im Vergleich zum Mittwoch verteuerte sich ein Barrel damit um 90 Cent. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf der Basis von 13 Sorten der Organisation./bf/das
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