26.03.2008 16:12
Drucken |

Schrift:

Ölpreise starten nach überraschend schwachen US-Ölreserven neuen Höhenflug

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch nach überraschend schwachen US-Ölreserven und einem Kurseinbruch beim US-Dollar einen neuen Höhenflug gestartet. Im späten Nachmittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Mai zeitweise 104,92 Dollar und damit 3,71 Dollar mehr als am Vortag. Ähnlich stark legte auch der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zu. An der Börse in London wurde das Fass bei 103,27 Dollar gehandelt und damit 2,67 Dollar höher als am Vortag. In den USA sind die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche überraschend unverändert geblieben. Die Vorräte an Rohöl verharrten laut US-Energieministerium bei 311,8 Millionen Barrel. Von Thomson Financial News befragte Experten hatten zuvor mit einem Anstieg um 2,1 Millionen Barrel gerechnet. Die Benzinlagerbestände sanken den Angaben zufolge um 3,3 Millionen Barrel auf 229,2 Millionen Barrel. Experten hatten lediglich einen Rückgang um 1,4 Millionen Barrel erwartet. Experten machten zudem einen neuen Schwächeanfall des US-Dollar für den deutlichen Preissprung an den Ölmärkten verantwortlich. Der Kurs des Euro im Handel mit der US-Währung ist nach einer Rede des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, massiv gestiegen. Die Aussagen von Trichet würden nicht wie erhofft auf eine Zinssenkung in der Eurozone hindeuten, hieß es von Experten, die damit die Kursverluste beim Dollar erklärten.

EXPERTEN ERWARTEN KEINE SCHNELLE TRENDWENDE AN DEN ÖLMÄRKTEN

Experten rechnen auch in den kommenden Tagen nicht mit einer Trendwende an den Ölmärkten. Die Dollar-Schwäche werde die Ölpreise weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar halten, sagten beispielsweise Experten der Commerzbank.

Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) leicht gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Mittwoch in Wien mitteilte, kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag 96,20 US-Dollar und damit fünf Cent mehr als am Montag./jkr/js





Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige