Das biopharmazeutische Unternehmen PAION AG, das sich vor allem mit der Entwicklung von Wirkstoffen zur Bekämpfung des Schlaganfalls und anderer thrombotischer Erkrankungen befasst, meldete am Montag, dass es im Februar an die
Börse geht. Die
Aktien sollen am 10. Februar 2005 im Prime Standard des Amtlichen Markts an der Frankfurter Wertpapierbörse erstmals notiert werden.
Vom 25. Januar bis voraussichtlich 7. Februar 2005 werden interessierten Anlegern bis zu fünf Millionen Stammaktien im Rahmen eines öffentlichen Angebots zum Kauf angeboten. Die Preisspanne für die im Bookbuilding-Verfahren zu platzierenden Aktien, die vollumfänglich aus einer Kapitalerhöhung stammen, beträgt 11-14 Euro. Werden fünf Millionen Aktien platziert, beläuft sich das Emissionsvolumen (ohne Greenshoe) auf 55-70 Mio. Euro und entspricht 33,3 Prozent des Stammkapitals der PAION AG nach dem Börsengang. Zudem besteht eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) in Höhe von bis zu 15 Prozent des oben genannten Angebots bzw. maximal 750.000 Aktien, die ebenfalls aus einer Kapitalerhöhung stammen werden.
Das IPO erfolgt unter der Führung der UBS Investment Bank, weitere
Mitglieder des Emissionskonsortiums sind die Dresdner Kleinwort Wasserstein sowie die Landesbank Baden-Württemberg. Neben einem öffentlichen Angebot in Deutschland und in der Schweiz ist eine Privatplatzierung der Aktien im restlichen Europa und in den USA vorgesehen.
PAION wurde von zwei der heutigen Vorstandsmitglieder, Dr. Mariola Söhngen und Dr. Wolfgang Söhngen, im Jahr 2000 gegründet. Seit Gründung bis zum 30. September 2004 hat PAION in vier Finanzierungsrunden ca. 51 Mio. Euro von externen Kapitalgebern und rund 3 Mio. Euro an staatlichen Zuschüssen erhalten. Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 17,8 Mio. Euro realisiert. Per 30. September 2004 verfügte das Unternehmen, das zum Jahresbeginn 55 Mitarbeiter beschäftigte, über liquide Mittel in Höhe von 25,3 Mio. Euro.