Heliad Equity Partners GmbHCo. Aktie [WKN: 604729 / ISIN: DE0006047293]

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21.04.2008 08:33
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Performaxx-Kolumne: Heliad Equity Partners - Teilverkauf des Portfolios offenbart krasse Unterbewertung

ItN Nanovation, C-Quadrat, Magnat Real Estate, CFC Industriebeteiligungen, SHB – die Börsengänge dieser grundverschiedenen Unternehmen haben eine Gemeinsamkeit: Alle Firmen stammen aus dem Portfolio der Beteiligungsgesellschaft Heliad Equity Partners. Die Frankfurter haben in den letzten Jahren einen beeindruckenden Track Record aufgebaut und hohe Gewinne erwirtschaftet.

Gewinne durch Wertsteigerungen

Der bislang höchste Überschuss der Unternehmenshistorie konnte in der Finanzperiode 2006 erzielt werden. Durch enorme Wertsteigerungen mehrerer Beteiligungen nach einer Börsennotierung erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge von 2,7 auf 13,9 Mio. Euro und ermöglichten einen Anstieg des Jahresergebnisses um 464 % auf 11 Mio. Euro.

Auch im letzten Geschäftsjahr hat die Gesellschaft von Bewertungssprüngen einzelner Firmen profitiert. Positiv zu Buche schlugen hier das Listing von SHB sowie der Einstieg eines strategischen Investors bei ecolutions zu einem Preis, der deutlich über dem Einstandsniveau von Heliad lag. Belastet wurde die Ergebnisentwicklung allerdings im zweiten Halbjahr durch die schwache Börsenentwicklung nach dem Ausbruch der amerikanischen Subprime-Krise. Wichtige Beteiligungen wie Magnat und CFC mussten im Anschluss empfindliche Kurseinbußen hinnehmen und verhinderten so ein neues Rekordjahr. Nichtsdestotrotz konnte nach IFRS immer noch ein Überschuss von 5 Mio. Euro ausgewiesen werden.

Substanzwert legt zu

Von diesen beiden ertragreichen Jahren hat auch der Substanzwert der Gesellschaft profitiert, der durch den Net Asset Value ausgedrückt wird. Ende 2007 lag die Kennzahl bei 1,36 Euro je Aktie und damit rund 14,3 % über dem Vergleichswert zwei Jahre zuvor. Die positive Entwicklung hat lange Zeit auch den Aktienkurs beflügelt, der sich von dem Tief bei 0,48 Euro im Jahr 2004 innerhalb von zwei Jahren bis auf 1,58 Euro mehr als verdreifacht hat. Zwischenzeitlich notierte das Unternehmen sogar mit einem deutlichen Premium auf den Substanzwert. Dieses Bild hat sich in der Zwischenzeit allerdings völlig gewandelt. Nach dem starken Kursverfall im Zuge der Finanzmarktkrise betrug die Marktkapitalisierung Anfang April nur noch 51,8 Mio. Euro, ein fast 40-prozentiger Abschlag zum NAV.

Spektakulärer Teilverkauf des Portfolios

Dass diese Diskrepanz nicht auf die mangelnde Werthaltigkeit des Portfolios zurückzuführen ist, konnte am 3. April mit einer spektakulären Transaktion belegt werden. Nicht weniger als die Hälfte des gesamten Portfolios – 50 % von jeder gehaltenen Beteiligung – wird an den britischen Finanzinvestor Greenpark Capital Ltd. veräußert, der im Gegenzug in mehreren Tranchen 47,6 Mio. Euro bezahlt. Insgesamt wurde damit eine Bewertung von 95,2 Mio. Euro oder 1,36 Euro je Aktie für alle Firmenanteile zugrunde gelegt. Trotz des anschließenden Kurssprungs von Heliad beträgt der Abschlag der Marktkapitalisierung auf diesen Wert immer noch rund 35 %. Zudem liegt die Liquidität des rein eigenkapitalfinanzierten Unternehmens nach dem Abschluss der Transaktion bei 0,68 Euro oder 77 % des aktuellen Kurses.

Aussichten trotz Turbulenzen positiv

Dabei sollte nicht vergessen werden, dass das Engagement der Briten, die auf den Einstieg bei bestehenden Fonds (Secondary-Transaktionen) spezialisiert sind, mit der Erwartung einer hohen Wertsteigerung verknüpft sein dürfte. Auch wir gehen davon aus, dass Heliad trotz aller Kapitalmarktturbulenzen die positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen dürfte. Das Portfolio besteht aus bereits etablierten, wachstumsstarken Gesellschaften, die auch unter schwierigeren Rahmenbedingungen den Weg an die Börse finden dürften oder aber attraktiv genug für einen Verkauf im Rahmen eines Tradesales sind.

Netzwerk sichert Dealflow

Neben dem Potenzial der bestehenden Beteiligungen erwarten wir nach der enormen Liquiditätsspritze darüber hinaus weitere lukrative Deals. Das Management verfügt über ein weit reichendes Netzwerk in der Finanzdienstleistungsbranche, das sich schon in den letzten Jahren mehr als bewährt hat. Dabei wurde bereits unter Beweis gestellt, dass mit neuen Engagements auch kurzfristig überdurchschnittliche Renditen erzielbar sind.

Fazit

Durch die hohe Liquidität und die nachgewiesene Werthaltigkeit des Portfolios dürfte die Aktie derzeit auch bei weiter schwachen Kapitalmarktbedingungen gut nach unten abgesichert sein. Ohne weitere Verschlechterung des Umfelds rechnen wir sogar damit, dass der enorme Discount zum NAV weiter reduziert wird, sobald der jüngste Kurssprung an der Börse verdaut worden ist. Insgesamt verfügt der Wert damit derzeit über ein attraktives Chance-Risiko-Profil, weswegen wir eine erste Position im Langfristdepot aufgebaut haben. Sollte der Heliad-Kurs durch externe Turbulenzen nochmals deutlich gedrückt werden, erwägen wir eine weitere Aufstockung.



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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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