06.06.2005 11:36
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Performaxx-Kolumne: VeriSign - Das Comeback der Technologiewerte

Nach der Korrektur im April dieses Jahres war es die NASDAQ, die die Märkte aus ihren Tiefs heraus geführt hat, und so sind es einmal mehr Technologiewerte, die in den Gewinnerlisten ganz vorne liegen. Ein viel versprechender Wert ist der kalifornische Internet Service-Anbieter VeriSign. Aufgrund des interessanten Chartbilds könnte das Papier Anleger schon bald mit Kurssprüngen entzücken, und auch das Chance/Risiko-Verhältnis erscheint äußerst positiv.

Zweiter Frühling?

Wie so viele Technologiewerte gehörte auch VeriSign einst zu den Lieblingsaktien der New Economy-Hörigen und erreichte im Oktober 2000 ihr Allzeit-hoch bei 220 US-Dollar. Doch nach dem Platzen der Blase wurde nach unten genauso übertrieben wie vorher nach oben, und die Aktie fand sich schließlich auf ihrem Allzeit-Tief bei knapp 4 US-Dollar wieder. Nichtsdestotrotz schaffte der Wert die Trendwende und bewegt sich seitdem in einem soliden Aufwärtstrend (9). Die momentane Notierung über dem 50, also auch dem 200 Tage-Durchschnitt indiziert, dass sich sowohl der mittel als auch der langfristige Trend positiv darstellen. Im Oktober letzten Jahres beschleunigte sich dieser Trend noch einmal, was durch das bullishe Breakaway Gap (Ausbruchslücke) bestätigt wurde, bevor der Aktienkurs von VeriSign dann im Dezember ein Hoch ausbildete und im übergeordneten Trend zu korrigieren begann. Die Korrektur endete bei 24 US-Dollar (10), genau auf der oberen Begrenzungslinie des zuvor gerissenen Gaps. Seitdem befinden sich die Anteilsscheine nun in einer Schiebezone zischen ihrer Unterstützungslinie bei 24 US-Dollar und dem Widerstand bei 30,05 US-Dollar (11). Das bullishe Gap wurde so nicht mehr geschlossen und damit bestätigt. Während die Unterstützung bei 24 US-Dollar zwei Mal erfolgreich verteidigt wurde, ist der Kurs bisher drei Mal von seinem Widerstand abgeprallt. In der Regel bedeutet ein dreifacher Test, dass eine besonders impulsive Bewegung folgt, sollte ein Ausbruch aus der Schiebezone, in welche Richtung auch immer, gelingen. Ein Blick auf die Indikatoren zeigt, dass VeriSign kurz vor dem Auslösen eines MACD-Kaufsignals auf Wochenbasis steht. Auf Tagesbasis befindet sich die Slow Stochastic in ihrem überkauften Bereich, was in einer Schiebezone als Verkaufsignal gewertet werden muss. Sollte jedoch ein Ausbruch gelingen, ist dieses Signal zu vernachlässigen, denn Trendmärkte befinden sich in der Regel meistens im überkauften Bereich.

Strategie

Aufgrund dieser Ausgangslage sehen wir ein Kaufsignal, sollte die Marke von 30,05 US-Dollar nachhaltig überwunden und somit aus der Schiebezone ausgebrochen werden können. Aus technischer Sicht würde sich daher ein erstes Kursziel bei 36 US-Dollar (12), dem Einjahreshoch vom vergangenen Dezember, ergeben. Als Stop-Loss-Limit eignet sich der 50 Tage-Durchschnitt bei 28 US-Dollar. Aufgrund des Mangels an in Deutschland gehandelten Derivaten und der relativen Marktenge des Wertes an deutschen Börsen empfiehlt sich ein Direkt-Investment an der amerikanischen NASDAQ.

Christian Jüptner ist Chefredakteur und Leiter des Trading-Teams des Performaxx-Anlegerbriefs - einer von Deutschlands erfolgreichsten Börsenbriefen. Alle Musterdepotänderungen werden realtime per eMail oder SMS verschickt. Weitere Informationen finden Sie unter www.performaxx-anlegerbrief.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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