15.06.2007 22:14
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Perlegen forscht nach Genen, die für Actos(R)- und Avandia(R)-Nebenwirkungen verantwortlich sind; DNA-Probennahme bei über 3.000 Patienten abgeschlossen
Perlegen Sciences hat heute bekannt gegeben, dass es die Probennahme von
mehr als 3.000 DNA-Proben bei zuckerkranken Patienten, die mit Actos(R)
und Avandia(R) behandelt wurden, abgeschlossen hat. Ziel dieser
Probennahme ist die Analyse der gentechnischen Veränderungen, die mit
den Nebenwirkungen infolge der Verabreichung dieser Medikamente
verbunden sind.
Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa 200 Millionen Menschen an
Diabetes des Typs 2. Allein in den USA sind ca. 20 Millionen Menschen an
dieser Diabetes-Form erkrankt. In den späten 90er Jahren wurden
Insulin-Thiazolidinedione (TZDs, die Arzneimittelklasse, zu der Actos(R)
und Avandia(R) gehören) in den USA zur Behandlung von Diabetes des Typs
2 zugelassen. Die Hauptnebenwirkung von TZDs ist die
Flüssigkeitsretention, die zu Ödemen, Gewichtszunahme und einer sich
potenziell verschlimmernden Herzinsuffizienz führt. In der vergangenen
Woche hat die US-amerikanische Food and Drug Administration die
Anbringung so genannter "Black box"-Kennzeichnungen auf der Verpackung
beider Arzneimittel gefordert, die vor der Gefahr von kardiovaskulären
Nebenwirkungen warnen sollen. Diese neue Kennzeichnung kann die
Anwendung dieser Wirkstoffe entscheidend beeinflussen.
Perlegen, ein führendes Unternehmen im Bereich der Identifizierung
genetischer Veränderungen aufgrund von Arzneimittelnebenwirkungen und
Krankheitsprädispositionen, hat die DNA von mehr als 3.000 Personen, die
mit Actos(R) oder Avandia(R) behandelt wurden, an mehr als 160 Kliniken
weltweit als Probe genommen. Perlegen wird diese Proben nutzen, um
gentechnische Veränderungen zu analysieren, die dazu beitragen können,
dass der Patient unter Nebenwirkungen der Arzneimittelgabe leiden muss.
Die Ergebnisse dieser Analyse können dazu beitragen, dass den Patienten
der für sie am besten geeignetste Wirkstoff verabreicht wird. Außerdem
verhelfen die Ergebnisse den Forschern zur Entwicklung neuer Ansätze
oder Vorgehensweisen im Bereich der Arzneimittelentwicklung. Das
Unternehmen hat sein für die Phase III bereites TZD per Lizenz von
Mitsubishi Pharma erworben.
"Die ersten Ergebnisse haben gezeigt, dass eine genetische Komponente
für die nachteiligen Wirkungen dieser TZDs verantwortlich zeichnen",
sagte David R. Cox, MD, PhD, und Chief Scientific Officer bei Perlegen.
"Von der Analyse dieser wertvollen Probenreihe, bei der sowohl
Gentypisierung- als auch Sequenzierungstechniken eingesetzt wurden,
erhoffen wir uns, dass wir Patienten und Ärzten wichtige, zur
Entscheidungsfindung beitragende Informationen liefern und gleichzeitig
biologische Erkenntnisse offen legen können, die zur Entwicklung
sichererer Medikamente beitragen werden."
Über Perlegen Sciences
Perlegens Ziel ist die Entdeckung und Kommerzialisierung genetischer
Veränderungen, die das Leben der Patienten aber auch der Ärzte
beeinflussen können. Das Know-how des Unternehmens begründet sich auf
das Verständnis der gentechnischen Veränderungen innerhalb bestimmter
Patientengruppen und auf die Durchführung von Studien, deren Ziel die
Identifikation der Veränderungen sind, die als ein Anzeichen für eine
Nebenwirkung auf ein Medikament gewertet werden sollten. Perlegen nutzt
sein Know-how außerdem, um mit der Krankheit verbundene gentechnische
Veränderungen zu ermitteln und um so die Erkennung neuer
Arzneimittelziele zu ermöglichen, was letztendlich die Entwicklung neuer
Therapien sowie klinisch nützlicher Diagnosen oder Biomarker zur Folge
hat.