Aufsichtsrechtliche Mitteilung:
Petroplus Holdings AG (SIX: PPHN) meldete heute, dass das Unternehmen
und seine Tochtergesellschaften gestern von ihren Kreditgebern
Vorfälligkeitsanzeigen im Rahmen ihrer revolvierenden Kreditfazilität
erhielten. Im Laufe der letzten Wochen stand Petroplus in Verhandlungen
mit den oben genannten Kreditgebern, um die erneute Öffnung der
Kreditlinien zu erreichen, die für die Transaktionen und die Erfüllung
der finanziellen Verpflichtungen erforderlich sind. Ferner bemühte sich
das Unternehmen um alternative Möglichkeiten der Finanzierung und
Liquiditätsquellen sowie um weitere strategische Optionen.
Die Verhandlungen mit den Kreditgebern in Bezug auf die revolvierende
Kreditfazilität scheiterten (obwohl das Unternehmen einen Auftrag über
die Lieferung von Rohöl erhalten hatte), woraufhin sie
Vorfälligkeitsmitteilungen verschickten, Vollstreckungsmaßnahmen
einleiteten und einen Liquidator für die Vermögenswerte von Petroplus
Marketing AG im Vereinigten Königreich einsetzten. Die Vorfälligkeit ist
gleichbedeutend mit einem Verzugsfall für einen Betrag in Höhe von alles
in allem 1,75 Milliarden $ an zirkulierenden Vorzugsanleihen und
Wandelanleihen von Petroplus Finance Limited. Vorrangiges Ziel des
Verwaltungsrats von Petroplus ist es nun, zu gewährleisten, dass
Transaktionen sicher zu Ende gebracht und die Vermögenswerte für alle
Geschäftsinteressenten bewahrt werden. Der Verwaltungsrat hat
beschlossen, Vorkehrungen für die Beantragung des Konkurses oder "Nachlassstundung”
in der Schweiz zu treffen und wird so bald als möglich die
erforderlichen verfahrenstechnischen Schritte einleiten. Die
Tochterunternehmen von Petroplus an anderen Standorten schließen sich
diesem Vorgehen an. Die Einleitung des Konkursverfahrens durch ein
Unternehmen, das als Garantiegeber für Vorzugsanleihen auftritt,
darunter Petroplus Holdings AG, Petroplus Refining and Marketing Ltd.
und Petroplus Holdings France SAS, wird unausweichlich die Vorfälligkeit
der Vorzugsanleihen zur Folge haben.
Jean-Paul Vettier, Chief Executive Officer von Petroplus, hierzu: "Wir
sind leider an den Punkt angelangt, an dem sich der Vorstand und der
Verwaltungsrat gezwungen sehen, unsere Mitarbeiter, Aktionäre,
Anleiheinhaber und sonstigen Geschäftsinteressenten von diesen Umständen
in Kenntnis zu setzen. Wir haben alles dafür getan, um diese Situation
zu verhindern, waren aber schließlich nicht in der Lage, mit unseren
Kreditgebern zu einer Einigung zu gelangen und die Probleme zu lösen,
die sich angesichts der sehr angespannten und schwierigen Lage an den
europäischen Kredit- und Raffinationsmärkten stellen. Wir sind uns
bewusst, welche Konsequenzen dies für unsere Mitarbeiter, deren Familien
und die Gemeinden haben wird, in denen wir tätig waren."
Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit mitgeteilt.
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