GE Healthcare kündigte heute die Veröffentlichung der Gesamtergebnisse
der Phase-III-Gehirnautopsie- und Biopsiestudien zu dem
PET-Amyloid-Prüfkontrastmittel [18F]Flutemetamol an, die eine
gute Übereinstimmung zwischen den [18F]Flutemetamol-Bildern
und der mit einer Alzheimer-Krankheit in Zusammenhang stehenden
Beta-Amyloid-Gehirnpathologie zeigen.1 [18F]Flutemetamol
ist ein von GE Healthcare entwickeltes PET-Kontrastmittel zum Aufspüren
von Beta-Amyloiddepots im Gehirn. Die Ergebnisse der Phase-III-Studien
liefern eine weitere Bestätigung für die mögliche Anwendung von [18F]Flutemetamol
als Kontrastmittel zum Aufspüren von Beta-Amyloid-Ablagerungen.
Die Ergebnisse wurden im Rahmen des 16.
EFNS-Kongresses
(European Federation of Neurological Societies) in Stockholm (Schweden)
bekanntgegeben. Sie unterstützen einen möglichen Zulassungsantrag für [18F]Flutemetamol,
der noch vor Ende dieses Jahres in den USA und in der EU eingereicht
werden soll.
"Es stimmt uns hoffnungsvoll, dass die [18F]Flutemetamol-PET-Bilder
stets exakt die Beta-Amyloid-Mengen bei lebenden Patienten wiedergeben",
so Dr. Ville Leinonen, PhD, Facharzt für Neurochirurgie und Direktor der
Kuopio University Hospital NPH Group, Kuopio (Finnland). "Gegenwärtig
wird die Alzheimer-Krankheit im Rahmen von Autopsie-Untersuchungen
bestätigt. Wenn es uns jedoch gelingt, Beta-Amyloid früher nachzuweisen,
dann können wir Ärzten zu einer frühzeitigeren klinischen Diagnose
verhelfen, die die Entscheidungen in Zusammenhang mit der
weiteren Behandlung der Krankheit beeinflussen kann."
Im Verlauf des klinischen Entwicklungsprogramms wurde eine Reihe von
Probanden untersucht, darunter 180 Probanden in der letzten Phase ihres
Lebens (69 davon wurden bis zur Autopsie verfolgt) und 49 Probanden mit
Verdacht auf Normaldruckhydrozephalus (NPH) – eine fortschreitende
Erkrankung in Zusammenhang mit Demenz, Gang-Abnormalitäten und
Harninkontinenz, die einer kortikalen in-vivo Biopsie unterzogen
wurden. Alle Teilnehmer erhielten [18F]Flutemetamol-Injektionen.
Das Beta-Amyloid wurde unter Verwendung der modifizierten
Bielschowsky-Silberfärbung und/oder von Beta-Amyloid-peptidspezifischen
Antikörpern – 4G8 untersucht. Die PET-Bilder wurden anschließend von
erfahrenen Ärzten ausgewertet, um sie als normal oder abnormal zu
klassifizieren.
Bei den Patienten der vier separaten Biopsiestudien war das [18]Flutemetamol
in der Lage, Beta-Amyloid mit einer mittleren Sensitivität zwischen 75
und 100 Prozent und einer Spezifität von 99 bis 100 Prozent aufzuspüren.
Ein ähnlicher Bereich wurde auch im Falle von Probanden gefunden, bei
denen eine Autopsie vorgenommen wurde. Darüber hinaus zeigte die
visuelle Auswertung aller Bilder einen hohen Grad an Übereinstimmung
unter den für die Beurteilung zuständigen Ärzten.
Die Ansammlung von Beta-Amyloid im Gehirn spielt im Falle einer
Erkrankung an Alzheimer wahrscheinlich eine Rolle bei der Rückbildung
von Nervenzellen und ist eines von mehreren pathologischen Kennzeichen
bei der Ausbildung dieser Krankheit. Gegenwärtig wird Morbus Alzheimer
durch eine histopatholgische Identifizierung wichtiger Merkmale
diagnostiziert. Hierzu gehören Beta-Amyloid-Ablagerungen in
Post-mortem-Gehirnproben.2 Zielgerichtete
Amyloid-Kontrastmittel werden im Hinblick auf ihre Fähigkeit untersucht,
Ärzten beim Aufspüren von Amyloid-Depots im Gehirn lebender Menschen
behilflich zu sein.
"Wir wissen, dass mit der Alzheimer-Krankheit in Zusammenhang stehende
Biomarker, wie etwa Beta-Amyloid, bereits Jahrzehnte vor den ersten
klinischen Symptomen auftreten können, und die Ergebnisse dieser Studien
zeigen das Potenzial von [18F]Flutemetamol beim Aufspüren
derartiger Biomarker bei lebenden Patienten", erklärte Jonathan Allis,
General Manager, PET bei GE Healthcare Medical Diagnostics. "Durch diese
Studiendaten und die jüngst aktualisierten EFNS-Empfehlungen für die
Anwendung von Neuroimaging-Verfahren zur Diagnose von Demenz, die den
klinischen Nutzen der Amyloid-Bildgebung bei der Einschätzung des
Verlaufs einer Alzheimer-Krankheit unter bestimmten Bedingungen belegen,
wird die potenzielle Zulassung von [18F]Flutemetamol
zusätzlich unterstützt, und wir erwarten nun mit Spannung die
Einreichung der Zulassungsunterlagen in den USA und in der EU bis zum
Jahresende."3
[18F]Flutemetamol gehört zu einem breiten Portfolio von
Diagnosesystemen, das GE Healthcare derzeit im Bereich der
Alzheimermedizin entwickelt. Im Rahmen seiner laufenden
Forschungsarbeiten verfolgt das Unternehmen einen umfassenden Ansatz, um
die Alzheimer-Krankheit (AD) zu verstehen und die Ursachen, Risiken und
physischen Auswirkungen der Krankheit aufzudecken. Beispielsweise
kooperiert das Unternehmen mit der Pharmaindustrie, um eine Biosignatur
(bzw. einen Bioindikator) zu identifizieren und auf diese Weise die
Ärzte dabei zu unterstützen, eine Alzheimer-Erkrankung bereits vor dem
Ausbruch klinischer Symptome zu diagnostizieren.
GE Healthcare liefert ein breit gefächertes Spektrum von
Bildgebungssystemen, die mithilfe modernster Scanner, einschließlich
MRT, PET und CT, ein klares Bild vom Gehirn des Patienten wiedergeben
und somit die Visualisierung der Anzeichen neurodegenerativer
Erkrankungen ermöglichen. Darüber hinaus wird ein zunehmendes Portfolio
an Kontrastmitteln entwickelt, um die visuelle Erkennung von Krankheiten
zu verbessern. Des Weiteren sollen innovative Software-Anwendungen die
Ärzte bei der Bildinterpretation unterstützen und ihnen
Entscheidungshilfen zur Behandlung von Krankheiten zur Verfügung
stellen. Insbesondere umfasst das moderne Portfolio des Unternehmens
Zyklotronen und chemische Verfahren zur Gewinnung von
PET-Kontrastmitteln, PET- und MR-Scanner für das Scannen von Patienten
sowie Bildanalysesoftware für die Interpretation der Ergebnisse.
Seit dem Beginn der Disease Neuroimaging Initiative (ADNI) spielt GE
Healthcare in diesem Programm eine wichtige Rolle. Außerdem ist das
Unternehmen ein maßgeblicher Teilnehmer der PredictAD-Initiative, einem
von der EU finanzierten Forschungsprojekt zur Entwicklung von Lösungen,
die eine frühere Diagnose von Alzheimer möglich machen sollen, sowie der
Coalition Against Major Diseases (CAMD).
Darüber hinaus versetzt die Kombination unterschiedlicher
Business-Angebote GE Healthcare in eine gute Position, um ein
integriertes globales Diagnosesystem anbieten zu können, das die
Unternehmen der Pharmabranche bei der Entwicklung von Therapien der
nächsten Generation hervorragend unterstützt. Zu diesem Zweck kooperiert
GE Healthcare mit potenziellen Partnern der Branche, um mehr über ihre
strategischen Bedürfnisse und Designlösungen zu erfahren und sie bei der
Bereitstellung von Bildgebungslösungen für Therapiezulassungsstudien zu
unterstützen.
Über GE HEALTHCARE
GE Healthcare liefert richtungweisende medizintechnische Lösungen und
bietet Dienstleistungen, die einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung
eines neuen Zeitalters für die Patientenversorgung leisten. Das
Unternehmen verfügt über ein umfassendes Know-how in den Bereichen
medizinische Bildgebung, Informationstechnologie, medizinische
Diagnostik, Patientenmonitoring, Arzneimittelforschung und
biopharmazeutische Fertigungstechnologien. Zudem bietet der
Medizintechnikhersteller unterschiedliche Dienstleistungen zur
Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen und unterstützt Kunden, weltweit
immer mehr Menschen eine bessere Patientenversorgung zu niedrigeren
Kosten zuteil werden zu lassen. Darüber hinaus kooperiert GE Healthcare
mit führenden Anbietern von Gesundheitsleistungen. Ziel ist es, einem
globalen Kurswechsel zum Durchbruch zu verhelfen, der notwendig ist, um
zukunftsfähige Gesundheitssysteme zu etablieren.
Die Vision einer "healthymagination" lädt alle dazu ein, GE Healthcare
auf diesem Weg zu begleiten. Das Unternehmen entwickelt dazu
Innovationen, die Kosten senken, den Zugang zu medizinischen Leistungen
erleichtern und die Qualität und Effizienz der Patientenversorgung
weltweit verbessern. Das in Großbritannien ansässige Unternehmen GE
Healthcare ist ein Geschäftsbereich der General Electric Company (NYSE:
GE). Weltweit bedienen die Mitarbeiter von GE Healthcare medizinische
Fachkreise und ihre Patienten in über 100 Ländern. Weitere Informationen
über GE Healthcare finden Sie unter www.gehealthcare.com.
Unsere neuesten Nachrichten finden Sie unter http://newsroom.gehealthcare.com
1 Rinne J, Gamez J, Sadowsky C, et. al. A strong concordance
between [18F] flutemetamol PET and amyloid-ß pathology demonstrated in
brain autopsyand in-vivo cortical biopsy trials. Ergebnisse wurden im
Rahmen des 16.
EFNS-Kongresses (Congress of the European
Federation of Neurological Societies) vorgestellt
2 Dementia: Hope Through Research (Demenz: Hoffnung durch
Forschung). Website des National Institute of Neurological Disorders and
Stroke. http://www.ninds.nih.gov/disorders/dementias/detail_dementia.htm.
13. Juli 2011.
3 Filippia M, Agostaa F, Barkhofb F, et. al. (2012) EFNS task
force: the use of neuroimaging in the diagnosis of dementia. European
Journal of Neurology. doi:10.1111/j.1468-1331.2012.03859
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