Poker um Landesbanken: BayernLB-Eigner prüfen alle Optionen
MÜNCHEN/STUTTGART (dpa-AFX) - Im Poker um eine Neuordnung der Landesbanken hält sich die BayernLB alle Optionen offen. Die Eigentümer der Bank prüften weiterhin alle Möglichkeiten von einer Finanzbeteiligung bis hin zu einer Fusion, sagte ein Sprecher der BayernLB am Montag in München. Die BayernLB gehört jeweils zur Hälfte den Sparkassen und dem Freistaat Bayern. Die "WirtschaftsWoche" hatte berichtet, die Eigentümer der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) arbeiteten derzeit an einem Vorstoß zur Übernahme der BayernLB und wollten schon innerhalb der nächsten Wochen ein Angebot für einen Zusammenschluss machen.
Durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten hatte die Diskussion über eine Fusion von LBBW und BayernLB in den vergangenen Tagen wieder an Fahrt gewonnen. Die BayernLB sieht sich wegen der Krise mit Ausfallrisiken in Milliardenhöhe konfrontiert. Freistaat und Sparkassen als Eigentümer hatten deswegen eine Bürgschaft über bis zu 4,8 Milliarden Euro abgegeben. Die bayerische Staatsregierung hatte eine Fusion von BayernLB und LBBW lange Zeit strikt abgelehnt. Inzwischen hat sie ihren Widerstand nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) aber aufgegeben. Die BayernLB ist Deutschlands zweitgrößte Landesbank nach der LBBW./dw/DP/zb
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