STUTTGART (dpa-AFX) - Der Sportwagenbauer Porsche unterbreitet an diesem Montag das angekündigte Pflichtangebot für die Volkswagen-Tochter Audi . Den Audi-Aktionären werde aber lediglich der gesetzlich vorgeschriebene Mindestpreis von 485,83 Euro je Aktie geboten, teilte Porsche am Montag in Stuttgart mit. Grund dafür sei, dass Porsche "Audi als integralen Bestandteil des Volkswagen-Konzerns" betrachte und die Ingolstädter nicht aus der Gruppe herauslösen wolle. Die Annahmefrist für das Pflichtangebot sei auf die kürzest mögliche Laufzeit von vier Wochen begrenzt und ende am 27. Oktober 2008.
Da VW bereits angekündigt habe, die Offerte für seine 99,14 Prozent Audi-Aktien nicht anzunehmen, richte sich das Pflichtangebot lediglich an die restlichen rund 370.000 Audi-Aktien mit einem Gesamtwert von rund 180 Millionen Euro, hieß es weiter. Porsche wolle keine Audi-Aktien außerhalb des Pflichtangebots erwerben und habe Volkswagen angeboten, die im Rahmen der Pflichtofferte angedienten Papiere weiterzuverkaufen.
Porsche hatte seine Beteiligung an VW Mitte September um 4,89 auf nunmehr 35,14 Prozent aufgestockt und damit die sogenannte faktische Mehrheit über den Wolfsburger Konzern erlangt. Nach dem Wertpapierübernahmegesetz ist VW somit ein Tochterunternehmen der Stuttgarter. Damit werden im kommenden Jahr auch Arbeitnehmervertreter von VW in Betriebsrat und Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE einziehen./edh/wiz