08.07.2008 13:18
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Post-Konkurrenten: Mindestlohn hat schon 6000 Jobs gekostet

        BERLIN (dpa-AFX) - Der seit Jahresanfang geltende Post-Mindestlohn hat nach Einschätzung der Wettbewerber der Deutschen Post  bislang rund 6000 Arbeitsplätze in der Branche gekostet. Insgesamt seien bis zu 50.000 Jobs gefährdet, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Neue Brief- und Zustelldienste, Florian Gerster, am Dienstag in Berlin.

    Dem Verband gehören unter anderem die Post-Konkurrenten PIN und TNT an. Der Mindestlohn für Briefzusteller liegt zwischen 8,00 Euro und 9,80 Euro pro Stunde. In der Branche ist umstritten, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen der Einführung der Lohnuntergrenze und den wirtschaftlichen Problemen der Unternehmen gibt.

    Gerster sagte, selbst große Spieler wie die deutsche Tochter des niederländischen Postriesen TNT   bräuchten bis zur Wettbewerbsfähigkeit noch Jahre. Der hohe Mindestlohn sei Gift, weil der Lohnkostenanteil der Firmen bei 70 Prozent liege.

    "Bei uns geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um schlichte Existenzsicherung", sagte Gerster. Der Arbeitgeberverband pocht auf einen eigenen Tarifvertrag mit einem niedrigeren Mindestlohn von 6,50 bis 7,50 Euro.

    Die Post-Konkurrenten hatten im März erfolgreich vor dem Berliner Verwaltungsgericht gegen den gesetzlichen Mindestlohn für alle Postdienstleister geklagt. Die Bundesregierung legte Berufung gegen das Urteil ein. Gerster attackierte erneut die Befreiung der Post AG von der Mehrwertsteuer./tb/DP/stw

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