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20.07.2008 15:09
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Post hat mit Postbank-Verkauf keine Eile - UPS-Vertrag Ende August

        BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Post    will sich beim geplanten Verkauf der Tochter Postbank  nicht zur Eile drängen lassen. "Sollten wir im Vorstand zu dem Ergebnis kommen, dass der Zeitpunkt für einen Verkauf schlecht ist, stehen wir nicht unter Druck, zu verkaufen. Das haben wir immer klar artikuliert", sagte Post-Finanzchef John Allan der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe). Zwar verhandle die Post noch mit einer kleineren Anzahl von Interessenten, aber wann oder ob es überhaupt zu einem Verkauf kommt, sei noch nicht absehbar. "Natürlich haben wir mehr Interesse als jeder andere daran, dass dieser Prozess nicht länger dauert als nötig. Aber es braucht einfach Zeit."

    Die stark gestiegenen Ölpreise seien für das Bonner Logistikunternehmen noch kein großes Problem, sagte Allan weiter. Die Post gebe "das Gros des Treibstoffkostenanstiegs an die Kunden weiter". Die große Frage laute aber: "Wenn die Ölpreise weiter steigen, wird dies das Kundenverhalten ändern?" Bisher deute darauf noch wenig hin. Es gebe nur ein paar Kunden, die von Luft- auf Seefracht umgestellt haben. Durch die globale Aufstellung des Logistikgeschäfts sei die Post aber für alle Veränderungen gut gerüstet, sagte Allan.

AUCH IN ZUKUNFT KEINE ROSIGEN ZEITEN IN NORDAMERIKA

    Für das verlustreiche US-Expressgeschäft hat sich die Post dem Bericht zufolge vorgenommen, den Verlust bis 2011 um rund eine Milliarde auf 300 Millionen Dollar zu reduzieren. Auch für die Zukunft sieht der Finanzchef in Nordamerika keine rosigen Zeiten. In wachsenden Märkten habe man als Nummer drei meist noch Luft nach oben. "In den USA ist man so vielleicht in einer akzeptablen, aber sicher nicht in einer großartigen Position."

    Um den hohen festen Kosten im US-Luftfrachtgeschäft zu entkommen, arbeitet die Post seit geraumer Zeit an einem Kooperations-Vertrag mit dem US-Konkurrenten UPS  . Auch UPS werde davon profitieren, sagte Allan. Alle Details der komplexen Vereinbarung würden wie vorgesehen wohl Ende August geklärt sein. Die beiden großen US-Rivalen UPS und FedEx haben im laufenden Jahr bereits mit Gewinnwarnungen aufgrund der schwächelnden US-Konjunktur geschockt. Die Post-Planung sieht Allan dadurch allerdings noch nicht gefährdet, auch wenn er einräumt, dass das Wirtschaftswachstum in den USA "vielleicht noch etwas stärker gebremst wurde als zunächst angenommen"./she/bb/he

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