23.07.2008 05:00
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Präsentation des Halbjahresabschlusses 2008 der Julius Bär Gruppe
Regulatory News:
Trotz des herausfordernden Marktumfelds erzielte die Julius Bär
Gruppe im ersten Halbjahr 2008 einen Konzerngewinn von CHF 510
Millionen*, lediglich 2% tiefer als die im ersten Halbjahr 2007
erzielten CHF 518 Millionen. Der Gewinn pro Aktie stieg um 5% auf
CHF 2.45. Der starke Schweizer Franken sowie die schwachen Aktien- und
Anleihenmärkte drückten die verwalteten Vermögen auf CHF 364
Milliarden, 10% tiefer als zum Jahresende 2007. Das Netto-Neugeld
steuerte insgesamt CHF 10 Milliarden bei, im Private Banking alleine
CHF 8 Milliarden. Die anhaltend erfolgreichen Investitionen in künftiges Wachstum
zeigten sich in weiteren Personalzugängen sowie in der Eröffnung neuer
Standorte. Dank ausschliesslicher Ausrichtung auf das
Vermögensverwaltungsgeschäft hat Julius Bär keine Verluste infolge der
Kredit- und Liquiditätskrise erlitten.
«Der Julius Bär Gruppe ist es gelungen, das richtige Gleichgewicht zu
finden zwischen der fortgesetzten Investition in unsere Zukunft,
insbesondere angesichts der sehr vorteilhaften Bedingungen für den
weiteren globalen Geschäftsausbau der Bank Julius Bär, und dem Sichern
der Profitabilität der Gruppe. Während die schwachen Aktien- und
Anleihenmärkte, aber auch der starke Schweizer Franken unsere
Vermögensbasis reduzierten und sich auf unsere Erträge auswirkten,
profitierte die Bank Julius Bär von unserer ausschliesslichen
Ausrichtung auf das Vermögensverwaltungsgeschäft, wie der bedeutende
Neugeldzufluss der Bank zeigt», kommentiert Group CEO Johannes A. de
Gier.
Gleichgewicht zwischen Wachstum und Profitabilität in einem
herausfordernden Marktumfeld
Die verwalteten Vermögen der Julius Bär Gruppe beliefen sich Ende
Juni 2008 auf CHF 364 Milliarden, entsprechend einem Rückgang von
10% nach CHF 405 Milliarden Ende 2007. Netto-Neugeldzuflüsse von CHF 10
Milliarden wurden mehr als kompensiert durch eine negative
Marktperformance von CHF 32 Milliarden sowie einem negativen
Währungseinfluss von CHF 19 Milliarden. Zusätzlich nahmen die Custody-Vermögen
um 9% auf CHF 75 Milliarden zu.
Der Betriebsertrag der Gruppe ging im Vergleich zum ersten
Halbjahr 2007 leicht um 2% auf CHF 1’602
Millionen zurück. Auf Grund der tieferen Vermögensbasis und der
reduzierten Marktaktivität der Kunden verringerte sich der Erfolg aus
dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 9% auf CHF 1’195
Millionen. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft wuchs um CHF 53 Millionen
oder 32% auf CHF 221 Millionen an, dies dank des ausgeweiteten
Kreditgeschäfts mit unseren Privatkunden sowie höheren Kundeneinlagen
und Margen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm um 28% auf CHF 178
Millionen zu, primär getrieben vom Devisenhandel.
Der Geschäftsaufwand ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007
leicht von CHF 960 Millionen auf CHF 949 Millionen zurück, unterstützt
von vorteilhaften Währungseinflüssen und trotz fortgesetzter Expansion.
Der Personalaufwand nahm um 2% auf CHF 673 Millionen ab. Dem
Personalanstieg von 10% im Jahresvergleich von 3’869
auf 4’272 standen tiefere Abgrenzungen für
leistungsbasierte Entschädigungen gegenüber. Der Sachaufwand
einschliesslich Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste blieb
mit CHF 254 Millionen unverändert trotz anhaltender Expansion der Bank
Julius Bär. Insgesamt stieg die Cost/Income Ratio leicht auf
58.5% an, nach 57.5% im ersten Halbjahr 2007.
Der Gewinn vor Steuern ging um 3% auf CHF 653 Millionen zurück.
Nach Abzug der Steuern von CHF 143 Millionen, entsprechend einer
Steuerquote von 22%, resultierte ein zum ersten Halbjahr 2007 lediglich
um 2% tieferer Konzerngewinn von CHF 510 Millionen*. Als Folge der
Aktienrückkäufe erhöhte sich der Gewinn pro Aktie um 5% auf
CHF 2.45. Im Rahmen des aktuellen Aktienrückkaufprogramms 2008–2010
von bis zu CHF 2 Milliarden wurden bis am 22. Juli 2008 1'565’000
Aktien im Gesamtbetrag von CHF 112.4 Millionen zurückgekauft.
Die Bilanzsumme nahm Ende Juni 2008 auf CHF 43.6 Milliarden ab.
Der Rückgang um CHF 3.3 Milliarden gegenüber Ende 2007 war hauptsächlich
auf die gesunkenen Kundeneinlagen und ein tieferes Volumen von
strukturierten Produkten zurückzuführen. Das Eigenkapital nahm um
CHF 160 Millionen auf CHF 6.6 Milliarden und die BIZ-Eigenmittel Tier 1
um CHF 313 Millionen auf CHF 2.3 Milliarden zu. Mit einer BIZ Quote
Tier 1 von 13.8% unter Basel II (Ende 2007: 12.9% unter Basel I)
verfügt die Julius Bär Gruppe unverändert über eine solide finanzielle
Basis. Die Eigenkapitalrendite belief sich auf 28.8%, verglichen mit
27.9% im 1. Halbjahr 2007.
Bank Julius Bär erneut mit bedeutendem Netto-Neugeldzufluss
Die vom Segment Bank Julius Bär (Private Banking und Investment
Products) verwalteten Vermögen gingen in der ersten Hälfte 2008 um
CHF 12 Milliarden oder 5% auf CHF 222 Milliarden zurück. Trotz
erfreulicher Netto-Neugeldzuflüsse im Betrag von CHF 12 Milliarden, bzw.
einer annualisierten Wachstumsrate von 10%, wirkten sich Markt- und
Währungseffekte mit CHF 24 Milliarden negativ auf die verwalteten
Vermögen aus. Der Betriebsertrag stieg im Jahresvergleich um 3% auf
CHF 977 Millionen, während sich der Geschäftsaufwand auf Grund der
fortgesetzten Verstärkung der frontbezogenen Bereiche um 9% auf CHF 587
Millionen erhöhte. Als Folge davon nahm der Vorsteuergewinn der Bank
Julius Bär um 4% auf CHF 390 Millionen ab. Die von der Sparte Private
Banking verwalteten Vermögen sanken um 5% auf CHF 148 Milliarden,
dies trotz beachtlichem Netto-Neugeldzufluss von gesamthaft CHF 8
Milliarden, zu dem alle Regionen beitrugen, vor allem aber die
Wachstumsmärkte, insbesondere Asien. Die verwalteten Vermögen der Sparte Investment
Products wiesen einen Rückgang von 5% auf CHF 74 Milliarden auf,
dies bei einem Netto-Neugeldzufluss von CHF 3 Milliarden.
Die vom Segment Asset Management (GAM und Artio Global) verwalteten
Vermögen nahmen im ersten Halbjahr 2008 um CHF 29 Milliarden oder 17%
auf CHF 142 Milliarden ab, hauptsächlich auf Grund der negativen
Marktperformance und des Währungseinflusses auf die in Schweizer Franken
ausgewiesene Vermögensbasis, die zusammen einen Rückgang der verwalteten
Vermögen von CHF 28 Milliarden bewirkten. Ende Juni 2008 verwaltete GAM
Vermögen von CHF 68 Milliarden und Artio Global, unser
in Abhängigkeit der Marktlage zur Börseneinführung vorgesehenes US-Asset
Management-Geschäft, von CHF 74 Milliarden, wobei letzteres weiter
beachtliche Netto-Neugeldzuflüsse erzielte. In dieser für Hedge
Fund-ähnliche Anlagen mit Hebelwirkung äusserst herausfordernden Periode
verzeichnete GAM Netto-Mittelabflüsse, konnte jedoch die Margen
gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 noch verbessern. Der Betriebsertrag
des Segments nahm um 8% auf CHF 594 Millionen ab, während der
Geschäftsaufwand um 13% auf CHF 316 Millionen zurückging. Als Folge
davon sank der Vorsteuergewinn um 3% auf CHF 278 Millionen.
Die Unterlagen zum Halbjahresabschluss (Präsentation, Business Review 1.
Halbjahr 2008, Halbjahresbericht 2008 sowie die Pressemitteilung) sind
unter www.juliusbaer.com
verfügbar.
Das periodische Interim Management Statement wird am 11.
November 2008 und das Jahresergebnis 2008 der Julius Bär
Gruppe am 6. Februar 2009 publiziert.
*Unter Ausklammerung von Integrations- und
Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf Immateriellen
Vermögenswerten. Unter Einschluss dieser Positionen betrug der im ersten
Halbjahr 2008 erzielte Konzerngewinn CHF 412 Millionen, nach CHF 424
Millionen im ersten Halbjahr 2007.
Über Julius Bär
Julius Bär ist der führende reine Vermögensverwalter in der Schweiz. Die
Gruppe, deren Wurzeln ins 19. Jahrhundert zurückreichen, konzentriert
sich ausschliesslich auf das Private Banking und das Asset Management
für anspruchsvolle private und institutionelle Kunden. Mit weltweit mehr
als 4’200 Mitarbeitenden verwaltete die Gruppe
per Ende Juni 2008 Vermögen von über CHF 360 Milliarden. Die weltweite
Präsenz von Julius Bär umfasst mehr als 30 Standorte in Europa, Nord-
und Lateinamerika sowie Asien – unter anderem
Zürich (Hauptsitz), Buenos Aires, Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong,
London, Lugano, Mailand, Moskau, New York, Singapur und Tokio. Die Bank
Julius Bär und GAM, ein auf alternative und aktive Vermögensverwaltung
ausgerichteter globaler Asset Manager, sind die wichtigsten
Gesellschaften der Gruppe. Die Namenaktien der Julius Bär Holding AG
sind an der SWX Swiss Exchange kotiert und Teil des Swiss Market Index
SMI, der die 20 grössten und liquidesten Aktien abbildet.
Für weitere Informationen: www.juliusbaer.com