04.07.2008 13:12
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Presse: Allianz wirbt bei SPD um Unterstützung für Postbank-Übernahme

        KÖLN (dpa-AFX) - Die Allianz  wirbt laut einem Pressebericht in der Bundespolitik um Unterstützung für die Übernahme der Postbank . Allianz-Chef Michael Diekmann habe sich dazu in der vergangenen Woche mit dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck getroffen, berichtet die Zeitschrift "Capital" am Freitag in ihrer Online-Ausgabe. "Es ging um die Postbank", erfuhr das Magazin aus Regierungskreisen. Beck habe Diekmann seine Unterstützung zugesagt.

    Eine SPD-Sprecherin bestätigte auf Nachfrage von "Capital" das Treffen der beiden Herren, wollte zu Inhalten jedoch keine Angaben machen. Eine Allianz-Sprecherin hielt sich am Freitag noch allgemeiner. "Wir pflegen den Dialog mit der Politik, weil uns das wichtig ist", sagte sie und lehnte Auskunft über Gesprächsthemen ab.

    50 Prozent plus eine Aktie an der Postbank gehören dem Mutterkonzern Deutsche Post , an dem der Bund über die staatseigene Bankengruppe KfW gut 30 Prozent der Anteile hält. Zuletzt hatte es in Kreisen geheißen, die angedachte Dreier-Konstellation aus Allianz-Tochter Dresdner Bank, Commerzbank und Postbank sei zunächst vom Tisch.

    Medienberichten zufolge sollte als letztes heimisches Institut die Deutsche Bank  im Rennen sein. "Das ist definitiv nicht so", sagte ein hochrangiger SPD-Funktionär der Zeitschrift. Vorrangiges Ziel sei, dass sich der deutsche Bankenmarkt durch inländische Zusammenschlüsse konsolidiere. Man wolle verhindern, dass die Postbank ohne Not in ausländische Hände gegeben werde./stw/sb

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