22.02.2008 10:11
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Presse: Beiersdorf will in den USA vorwiegend organisch wachsen

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf AG (ISIN DE0005200000/ WKN 520000) will nach Aussage seines Vorstandsvorsitzenden Thomas Quaas seine derzeitige Marktposition in den USA vor allem aus eigener Kraft erweitern, will aber kleinere Zukäufe nicht ausschließen.

"Wir sind in den USA noch ein kleiner Spieler. Zurzeit investieren wir dort einen deutlich überproportionalen Betrag in den Markenaufbau", erklärte der Manager in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland". Dabei soll vor allem die Bekanntheit der Marke "Nivea" in Übersee gestärkt werden. Dabei wollte Quaas kleinere Zukäufe in den USA nicht generell ausschließen: "Wir würden aber nur eine Marke kaufen, die in ihrem Segment Marktführer ist oder das Potenzial dafür hat." Größeren Übernahmen wie etwa eine Akquisition des schon seit langem als Übernahmekandidaten gehandelten US-Kosmetikkonzerns Revlon Inc. (ISIN US7615255004/ WKN 899514) erteilte der Manager jedoch eine Absage.

Der Konzern erwirtschaftete 2006 nur 324 Mio. Euro seines Gesamtumsatzes von 5,1 Mrd. Euro in Nordamerika und liegt damit hinter seinen Hauptwettbewerbern Procter & Gamble Co. (P&G) (ISIN US7427181091/ WKN 852062), Unilever plc/N.V. (ISIN GB00B10RZP78/ WKN A0JNE2) (ISIN NL0000009355/ WKN A0JMZB) und L'Oréal S.A (ISIN FR0000120321/ WKN 853888). Beiersdorf hatte das US-Geschäft in den vergangenen Monaten den Angaben zufolge neu strukturiert und konzentriert sich fortan auf nur drei Bereiche: Körperpflege (Nivea Body), dermatologische Hautpflege (Eucerin) sowie Männerkosmetik (Nivea for Men). "Wir haben uns drei Jahre gegönnt, um unsere Position dort zu verändern. Wir richten unser Geschäft in den USA nicht auf kurzfristige Gewinne aus. Das wollen wir uns leisten", erklärte Quaas gegenüber der Wirtschaftszeitung. Nach Aussage des Vorstandschefs werde das US-Geschäft auch 2009 defizitär bleiben. Einen Zeitpunkt für das Erreichen der Gewinnschwelle wollte Quaas nicht nennen.

Besondere Impulse verspricht sich Beiersdorf in den USA im Bereich Männerpflege: "Nivea for Men trägt überproportional zu unserem Wachstum weltweit bei, selbst in entwickelten Märkten wie den USA oder Europa", sagte der Beiersdorf-Chef. Der Kosmetikhersteller hatte die Produktlinie für Männer erst 2001 in Amerika eingeführt. Mittlerweile ist das Unternehmen den Angaben zufolge mit einem Anteil von knapp 28 Prozent Marktführer auf dem US-Markt.

Von einer starken Position Beiersdorfs in diesem Zukunftsmarkt sowie in den schnell wachsenden Schwellenländern soll mittelfristig auch die Rendite profitieren: Bis 2010 will Quaas die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) von derzeit 11,1 auf 15 Prozent steigern. Damit läge das Unternehmen allerdings immer noch ein ganzes Stück vom Konkurrenten L'Oréal entfernt, der es im Vorjahr auf eine EBIT-Marge von 20,2 Prozent brachte.

Die Aktie von Beiersdorf notiert aktuell mit einem Minus von 0,03 Prozent bei 51,52 Euro. (22.02.2008/ac/n/d)

Aktien in diesem Artikel

Beiersdorf 44,0 -0,8%
Revlon 0,5 +4,2%
ProcterGamble 40,7 -0,1%
Unilever 17,9 +0,7%
LOréal 67,1 -1,1%
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