Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Energieversorger E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) ist einem Pressebericht zufolge nicht an einer Übernahme des Konkurrenten British Energy Group plc (ISIN GB00B04QKW59/ WKN A0DPS5) interessiert.
"Wir haben uns das Unternehmen und dessen Kraftwerke angeschaut", erklärte ein Konzernsprecher laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland". "Wir werden da weder allein noch mit anderen zusammen mitbieten." In der Vergangenheit hatte es immer wieder Spekulationen um mögliche Kaufinteressenten für den britischen Energiekonzern gegeben. So gelten die deutsche RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712), die britische Centrica plc (ISIN GB00B033F229/ WKN A0DK6K), der spanische Energieversorger Iberdrola S.A. (ISIN ES0144580018/ WKN 851357) sowie die französische Electricite de France (EDF) (ISIN FR0010242511/ WKN A0HG6A) früheren Presseberichten zufolge als Hauptinteressenten für den größten Betreiber von Atomkraftwerken in Großbritannien.
Wie die "FTD" weiter berichtet, ist der staatliche schwedische Energieversorger Vattenfall ebenfalls bereit, in das Bietergefecht um British Energy einzusteigen. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung lotet Vattenfall derzeit bereits Allianzen mit möglichen Partnern aus, um eine gemeinsame Offerte vorzulegen. Wie die "FTD" unter Berufung auf einen Bericht der Stockholmer Tageszeitung "Dagens Industri" schreibt, könnte Vattenfall eine Offerte in Höhe von bis zu 14 Mrd. Euro für British Energy abgeben. Der Staatskonzern, der über seine Tochter Vattenfall Europe AG (ISIN DE0006012008/ WKN 601200) einen erheblichen Teil seiner Umsätze in Deutschland macht, würde damit in direkte Konkurrenz zum Rivalen RWE treten, der bereits eine Offerte in ähnlicher Höhe für British Energy abgegeben haben soll. Offiziell wollten sich RWE und Vattenfall dazu nicht äußern.
Die Aktie von E.ON gewinnt aktuell 1,19 Prozent auf 122,75 Euro. (16.04.2008/ac/n/d)