04.07.2008 09:16
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Presse: RWE stößt bei geplanter Russland-Expansion auf neue Probleme

Essen (aktiencheck.de AG) - Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) stößt bei seinem geplanten Einstieg in Russland offenbar auf größere Probleme.

Laut einem Bericht des "Handelsblatt" verlangt der russische Partner Sintez, mit dem RWE gemeinsam die Übernahme des Stromerzeugers TGK-2 stemmen will, immer neue Zugeständnisse von dem im DAX30 notierten Konzern. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung geht es dabei um die von RWE zu leistende Einlage in ein neues Gemeinschaftsunternehmen, die das wirtschaftliche Risiko für RWE deutlich erhöhen würde. Es geht daneben aber auch um den künftigen Einfluss auf das operative Geschäft von TGK-2.

Den Angaben zufolge verhandeln die beiden Partner seit Tagen unter Hochdruck. Offenbar strebt das russische Unternehmen inzwischen die alleinige Kontrolle an, anders lässt sich das Verhalten bei den Verhandlungen mit RWE kaum mehr interpretieren, zitiert das "Handelsblatt" mit den Verhandlungen vertraute Kreise.

Für RWE-Chef Großmann wäre ein Scheitern des Projekts problematisch. Zwar ist TGK-2 ein in Russland vergleichsweise kleiner Produzent. Mit 7.000 Mitarbeitern setzte die Firma zuletzt rund 600 Mio. Euro um und versorgte mittels sechzehn eigener Heizkraftwerke sieben Millionen Kunden mit Strom und Wärme.

Dem geplanten Zukauf wird in Branchenkreisen nach Aussage der Wirtschaftszeitung aber eine hohe Symbolkraft beigemessen. RWE sollte nach jahrelangen Bemühungen endlich substanziell ins russische Geschäft einsteigen. TGK-2 verfügt über lukrative Standorte für neue Kraftwerke und böte eine gute Basis für die weitere Expansion im Osten.

Die Aktie von RWE notierte zuletzt bei 80,99 Euro. (04.07.2008/ac/n/d)

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