16.05.2008 14:31
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Presse: Siemens will nach Verkauf an SEN beteiligt bleiben

München (aktiencheck.de AG) - Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) will auch nach dem Verkauf von Siemens Enterprise Communications (SEN) an der defizitären Sparte beteiligt bleiben.

Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf einen Brief des Finanzvorstands Joe Kaeser an Kunden der SEN. "Die Siemens AG ist bereit, die kommende Transformation des Geschäfts zu begleiten, indem sie eine Beteiligung an dem Unternehmen in seiner zukünftigen Form halten wird", heißt es laut dem Bericht in dem Schreiben. Siemens werde auch sicherstellen, dass Produkte weiterentwickelt und die bestehenden Telefonnetze der Kunden auch mit künftigen Lösungen funktionierten, so die Wirtschaftszeitung weiter.

Damit will der Siemens-Finanzchef die Kunden der SEN-Unternehmensnetze beruhigen, die infolge des seit zwei Jahren dauernden Verkaufsprozesses verunsichert sind und abzuspringen drohen. Der Verkaufsprozess der verlustträchtigen Konzernsparte zieht sich nunmehr seit zwei Jahren hin. Kaeser hatte angestrebt, eine Einigung mit einem Käufer bis Ende April zu erzielen. Nun zieht sich der Prozess wegen seiner Komplexität laut dem Bericht abermals länger hin. In Siemens-Kreisen wird bestenfalls mit einem Abschluss in diesem Sommer gerechnet. Als Favorit gilt der US-Investor Cerberus, der auf Restrukturierungsfälle spezialisiert ist, berichtet die Wirtschaftszeitung weiter.

Die Aktie von Siemens notiert aktuell mit einem Plus von 2,54 Prozent bei 76,73 Euro. (16.05.2008/ac/n/d)

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