Hannover (aktiencheck.de AG) - Die Hamburger Investorengruppe um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne ist optimistisch, bis zum 21. Juli ein attraktives Übernahmeangebot für die zur TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) gehörende Container-Linie Hapag Lloyd abgeben zu können.
Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" führen die Hamburger Initiatoren aussichtsreiche Gespräche mit vermögenden Privatinvestoren. Die Mindesteinlagesumme beträgt den Angaben zufolge 100 Mio. Euro. Angesprochen wurde inzwischen Jochen Döhle, der eine der größten Handelsflotten der Welt betreibt und offenbar stark an einem Engagement interessiert sein soll. Als Großaktionär der Schiffsbeteiligungsfirma HCI Capital AG (ISIN DE000A0D9Y97/ WKN A0D9Y9) könnte Döhle weit mehr als die Mindestsumme einbringen. Angefragt wurden auch die Milliardäre Michael Otto und Rudolf-August Oetker, der an der Reederei Hamburg Süd beteiligt ist. Zumindest Oetker hat dem Vernehmen nach allerdings abgelehnt.
Den Angaben zufolge sollen auch Private Equity-Firmen für das Bieterkonsortium gewonnen werden. Offenbar hat es Gespräche mit dem Finanzinvestor J.C. Flowers gegeben. Das Beteiligungsunternehmen ist in Hamburg gut vernetzt und hält 26,6 Prozent an der Landesbank, dem weltweit größten Schiffsfinanzierer HSH Nordbank. Initiator Kühne selbst hat bis zu 1 Mrd. Euro aus seinem Privatvermögen vage in Aussicht gestellt, so das Wirtschaftsmagazin.
Die Aktie von TUI gewinnt derzeit 1,18 Prozent auf 14,53 Euro. (14.07.2008/ac/n/d)