Barr Pharmaceuticals Aktie [WKN: 873170 / ISIN: US0683061099]

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12.05.2008 15:45
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Presse: US-Konzern Barr bringt Nachahmerprodukt der Bayer-Pille auf den Markt

        HAMBURG/BERLIN (dpa-AFX) – Bayers  Antibabypille Yasmin bekommt nach übereinstimmenden Presseberichten in eineinhalb Monaten Billigkonkurrenz. Der US-Pharmakonzern Barr  wolle in Amerika am 1. Juli eine Nachahmerversion für das Medikament auf den Markt bringen, sagte eine Barr-Sprecherin auf Anfrage der "Financial Times Deutschland" ("FTD", Dienstagausgabe). Auch nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) wird der Generika-Hersteller Barr am 1. Juli ein Konkurrenz-Produkt zur Bayer-Verhütungspille Yasmin auf den US-Markt bringen. Unternehmenskreise hätten dies bestätigt.

    Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" ("FTD", Dienstagausgabe) aus dem Bayer-Umfeld sprechen Bayer und Barr allerdings über einen außergerichtlichen Kompromiss, der die negativen Folgen für den Leverkusener Konzern mildern könnten. Die Details seien unklar, schreibt das Blatt. Auch der "Welt" zufolge versucht Bayer nun, die Umsatzeinbußen durch eine außergerichtliche Einigung mit Barr zu begrenzen. Bayer lehnte dem Blatt zufolge einen Kommentar dazu ab.

AUCH BEI CIPROBAY GAB ES SCHLIESSLICH EINE VEREINBARUNG IM PATENTSTREIT

    Beide Seiten hatten im Zusammenhang mit einem Patentstreit 2003 schon einmal eine Vereinbarung getroffen: Damals ging es um Bayers Antibiotikum Ciprobay. Am Ende durfte Barr das Medikament produzieren, musste aber nach einer Vereinbarung mit Bayer den Wirkstoff von dem Leverkusener Konzern kaufen. Bayer und Barr lehnten am Freitag gegenüber der „FTD“ eine Stellungnahme ab.

    Der Fall Yasmin ist der "FTD" zufolge der schwerwiegendste Patentstreit, den Bayer derzeit auszutragen hat. Im vergangenen Jahr erzielte Yasmin in den USA umgerechnet 321 Millionen Euro Umsatz. Barr hatte das Patent für Yasmin angefochten – und damit vor einem US-Gericht Erfolg gehabt. Im März hatte ein US-Gericht das Yasmin-Patent für ungültig erklärt und sich auf die Seite von Barr gestellt. Der Generika-Hersteller hatte die Exklusiv-Rechte des Kassenschlagers der früheren Schering AG gerichtlich angefochten. Der Konzern kündigte nach der Niederlage vor dem US-Bezirksgericht für New Jersey an, weiter um seine Patent zu kämpfen./jha/he

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