06.07.2008 14:39
Drucken |

Schrift:

Presse: VW kommt bei Standortsuche in den USA voran

        WOLFSBURG (dpa-AFX) - Volkswagen nähert sich einem Pressebericht zufolge einer Entscheidung über das geplante neue Werk in den USA. Derzeit sei der Bundesstaat Alabama der bevorzugte Standort, berichtet die Branchenzeitung "Automobilwoche" in ihrer neuen Ausgabe unter Berufung auf ranghohe Konzernquellen. Zur Begründung heißt es, Alabama im Südosten der USA habe eine dichte Struktur potenzieller Zulieferunternehmen. Zudem seien ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden und die Stadt Mobile verfüge über einen bedeutsamen Seehafen. In Alabama hat unter anderem bereits Daimler sein Werk Tuscaloosa.

    Nach früheren Angaben will VW noch im Juli über den Bau eines US- Werks entscheiden. Laut "Automobilwoche" will sich der Aufsichtsrat am 15. Juli damit befassen, am kommenden Dienstag werde zunächst der Vorstand über das Thema beraten. VW-Chef Martin Winterkorn hatte gesagt, die Produktion solle bereits im Jahr 2010 anlaufen. Durch den hohen Euro-Kurs sind europäische Autohersteller im US-Markt auf möglichst hohe Produktionsanteile in Amerika angewiesen. VW hatte sein letztes US-Werk 1998 geschlossen, der Konzern schreibt in den USA seit Jahren rote Zahlen.

    Die "Automobilwoche" berichtet weiter, ein VW-Werk im US- Bundesstaat Tennessee gelte nach Insider-Angaben noch als "Plan B" in Alternative zu Alabama. Der Bundesstaat Michigan im Norden der USA mit der US-"Autohauptstadt" Detroit habe dagegen keine Aussicht mehr auf den Zuschlag. Ein VW-Sprecher sagte am Samstag auf Anfrage, er könne die Standort-Spekulationen nicht kommentieren. "Es gibt keine Entscheidung, die ist noch nicht getroffen."/so/DP/he

Aktien in diesem Artikel

Was denken Sie über die KfW?
Wichtige Institution
Stümperhafte Vorstände
Sollte abgeschafft werden
Milliardengrab für Steuergelder
Muss umgebaut werden




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige