23.04.2008 19:30
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Presse: Volkswagen kann laut Betriebsrat Osterloh ohne Porsche leben

Wolfsburg (aktiencheck.de AG) - Aktuellen Presseberichten zufolge hat der Betriebsrat der Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) einen Tag vor der Hauptversammlung den Ton im Streit mit dem Großaktionär Porsche Automobil Holding SE (ISIN DE0006937733/ WKN 693773) massiv verschärft und angekündigt, bis vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen.

"Wir gehen notfalls durch alle Instanzen," erklärte Bernd Osterloh, der VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzender in einem Interview mit "stern.de", der Online-Ausgabe des Magazins "stern". "In der letzten Konsequenz werden wir deshalb auch, wenn man uns die Möglichkeit gibt, bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen."

Nach Ansicht von Osterloh könne Volkswagen gut ohne Porsche, aber Porsche nicht ohne Volkswagen leben: "VW ist auf Erfolgskurs. Den wollen wir mit Dr. Winterkorn fortsetzen", sagte der Betriebsratschef. "Eine Marke im Sportwagensegment brauchen wir dafür nicht unbedingt." Schließlich besitze VW schon Lamborghini.

"Wir sind in den kommenden Jahren in der Lage, mit oder ohne Porsche, weltweit zur Nummer eins zu werden", so Osterloh weiter. "Und mindestens so profitabel zu werden wie Toyota." Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende hat dem "stern" zufolge Zweifel, dass Porsche Volkswagen erfolgreich führen kann: "Porsche baut 100.000 Autos im Jahr und verdient damit und mit guten Bankgeschäften eine Menge Geld", sagte er. "Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ein Mittelständler auch in der Lage ist, ein Unternehmen mit 360.000 Mitarbeitern erfolgreich zu führen."

Die VW-Stammaktie notiert derzeit in Frankfurt bei 187,00 Euro (-1,58 Prozent). Die Porsche-Aktie wird derzeit bei 113,00 Euro (+3,67 Prozent) gehandelt. (23.04.2008/ac/n/d)

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