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ROUNDUP 2: Demag Cranes traut sich mehr zu - Boom dauert an
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Kranbauer Demag Cranes traut sich nach einem starken zweiten Geschäftsquartal wegen des anhaltenden Auftrags-Booms ein besseres Abschneiden im Gesamtjahr zu. "Es gibt derzeit keine Anzeichen für einen Abschwung beim Geschäft", sagte Vorstandschef Harald Joos am Donnerstag im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Für die nächsten sechs Monate könne er anhand des Auftragseingangs und aus Gesprächen mit Kunden sehr genau ersehen, wie sich das Geschäft entwickeln werde. "Ich erwarte einen durchaus positiven Verlauf für das restliche Geschäftsjahr 2007/2008."
Das Unternehmen will seinen Umsatz von zuletzt 1,08 auf rund 1,2 Milliarden Euro steigern. Bislang hatte das Unternehmen maximal eine Steigerung auf 1,16 Milliarden Euro für möglich gehalten. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll von 94,6 auf rund 125 Millionen Euro zulegen. Bislang lag die Zielmarke bei 110 Millionen Euro. Es handele sich um eine "sehr realistische Einschätzung", sagte Joos.
BÖRSIANER ZUFRIEDEN
Die Aktie legte in einem schwachen Markt bis zum Mittag um 2,37 Prozent auf 37,20 Euro zu. "Auch wenn starke Zahlen und eine neue Prognose bereits im Aktienkurs eingepreist sind, ein solch kräftiger Sprung bei den Gewinnen ist eine echte Überraschung - selbst im Vergleich mit einem starken Vorjahresquartal", schrieb Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel in einem Kommentar. Der Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 11,6 auf 19,5 Millionen Euro. Die acht von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten waren von 16,0 Millionen Euro ausgegangen. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT legte von 23,1 auf 34,1 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte von 255,0 auf 281,6 Millionen Euro.
Demag Cranes hatte Ende März Aufträge über 492,2 Millionen Euro in den Büchern stehen, nach 402,6 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Alleine im abgelaufenen zweiten Quartal sammelten die Düsseldorfer Bestellungen über 353,0 Millionen Euro ein. Die Analysten waren dagegen von einem Rückgang von 321,1 auf 310,4 Millionen Euro ausgegangen. Ihre Sorge galt insbesondere einer Abschwächung in der größten Sparte Industriekräne, die als konjunktursensibel gilt. Dieser Bereich legte jedoch am kräftigsten zu, gefolgt von der Hafentechnologie und dem Service.
DEMAG SIEHT SICH ROBUST AUFGESTELLT
"Aus Konzernsicht sind wir sehr robust aufgestellt", sagte Vorstandschef Joos. Er erwartet selbst aus den USA keine Rückschläge, wo die Finanzkrise mittlerweile auf die Stimmung in der Realwirtschaft drückt. "Das US-Geschäft läuft auf Dollar-Basis sehr gut." Selbst wenn es zu einem Ausbleiben von Bestellungen bei Industriekranen komme, könne die Servicesparte dies abfedern. "Wer nicht in neue Maschinen investiert, der repariert die alten." Zudem hätten es die USA noch immer geschafft, schnell aus einer Rezession herauszukommen./das/edh
| 13:50 Uhr | Demag Cranes buy | Commerzbank Corp. & Markets | |
| 22.07.2008 | Demag Cranes kaufen | Bankhaus Lampe KG | |
| 08.07.2008 | Demag Cranes Upgrade | UBS AG | |
| 25.06.2008 | Demag Cranes strong buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 09.06.2008 | Demag Cranes kaufen | AC Research |
Aktien in diesem Artikel
| Demag Cranes | 33,2 | -1,0% |
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