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ROUNDUP 2: Ersol enttäuscht trotz Ergebnis- und Umsatzsprung - Aktie fällt
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Solarzellen-Hersteller ersol hat im ersten Quartal trotz eines Ergebnis- und Umsatzsprungs den Markt enttäuscht. Analysten waren von noch höheren Steigerungsraten ausgegangen. Trotz des bekräftigten Ausblicks kamen bei den Experten erste Zweifel auf, ob die ehrgeizigen Ziele erreicht werden können. Die Aktie gehörte bis zum späten Nachmittag zu den Verlierern im TecDAX und verlor 1,47 Prozent auf 63,00 Euro, vom Tagestief bei 60,61 Euro konnte sich die Aktie aber lösen.
Im ersten Quartal stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,31 auf 7,736 Millionen Euro, wie das im TecDAX notierte Unternehmen am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit 9,7 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz verdoppelte sich getrieben vom Auslandsgeschäft auf 52,4 Millionen Euro; die Experten hatten mit 56,3 Millionen Euro gerechnet. Die Umsatzverteilung hat sich laut den Angaben dabei weiter in Richtung Ausland verschoben, die Exportquote lag bei 79,9 Prozent (Q1 2007: 54,3 Prozent).
ZU 100 PROZENT AUSVERKAUFT
Die EBIT-Marge von 14,8 Prozent ging im Vergleich zum Vorjahr (16,5 Prozent) leicht zurück und wurde durch das negative Betriebsergebnis des Bereiches Modules belastet. ersol geht aber davon aus, dass sich die EBIT-Marge in den kommenden Quartalen verbessern wird. Zudem geht ersol weiter davon aus, den Umsatz auf 300 bis 320 Millionen Euro zu verdoppeln. Das EBIT soll auf 70 bis 80 Millionen Euro wachsen. "Die Tatsache, dass ersol in diesem Geschäftsjahr zu 100 Prozent ausverkauft ist, trägt zu dieser Planungssicherheit bei", hieß es.
"Das Ergebnis des 1. Quartals liegt über unseren eigenen Planungen", sagte ersol-Finanzvorstand Ekhard von Dewitz im Interview mit dpa-AFX. "Der Ausblick 2008 und 2009 steht." Traditionell sei das erste Jahresviertel das schwächste im Jahreszyklus. Wachsen wolle ersol vor allem organisch. Man schaue sich grundsätzlich alles an. Um die nötigen Finanzmittel zu haben, werde sich das Unternehmen von der Hauptversammlung die Erlaubnis für eine Wandelanleihe geben lassen. "Dies ist eine Option neben der Möglichkeit von neuen Krediten. Es ist ein reiner Vorratsbeschluss."
HÄNDLER WENIG POSITIV
Händler äußerten sich weniger positiv. Zwar seien die Zahlen für die ersten drei Monate des Jahres von eher geringer Bedeutung für die Ergebnisse des Gesamtjahres, sagte ein Börsianer. Dennoch stelle das schwache Zahlenwerk die ehrgeizigen Ziele des Solarzellen-Herstellers in Frage./sk/sc/he
| 16.06.2008 | ersol Solar Energy halten | Öko Invest | |
| 04.06.2008 | ersol Downgrade | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 03.06.2008 | ersol Upgrade | WestLB AG | |
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| 03.06.2008 | ersol neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. |
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