| Kurse + Charts + Realtime | News + Analysen | Fundamental | Unternehmen | zugeh. Wertpapiere | Einfügen in | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurs + Chart | Chart (groß) | News + Adhoc | Bilanz | Termine | Zertifikate | Depot |
| Times + Sales | Analysechart (Java) | Analysen | GuV | Profil | Optionsscheine | Watchlist |
| Börsenplätze | Chartvergleich | Research Statis. | Vergleich | Insidertrades | Knock-outs | myfinanzen |
| Orderbuch | Stuttgart Realtime | RSS Feed | im Forum | Fonds | ||
| Historisch | Realtime Push | Ausblick | IR-Daten | |||
ROUNDUP 2: Finanzkrise treibt Allianz-Tochter Dresdner erneut in rote Zahlen
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Beim Finanzkonzern Allianz hat die Finanzkrise die Tochter Dresdner Bank im ersten Quartal erneut tief in die roten Zahlen getrieben. Die Zukunft des Kreditinstituts blieb am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen allerdings weitgehend offen. Bis Ende August solle das Privat- und Firmenkundengeschäft (PCC) der Bank als eigenes Unternehmen aufgestellt werden, kündigte Vorstandsmitglied Helmut Perlet in einer Telefonkonferenz mit Journalisten an. Erwartet wird der Zusammenschluss der Bank mit einem deutschen Mitbewerber, etwa der Postbank . Perlet bekräftigte, dass die Allianz eine aktive Rolle bei der Konsolidierung spielen wolle. Dabei schaue sie sich alle Optionen an.
Trotz des Gewinneinbruchs zeigte sich der Vorstand optimistisch, dass die bis 2009 gesetzten Ergebnisziele im Konzern nach wie vor erreichbar seien. "Die Kennzahlen zeigen, dass das Unternehmen in sehr guter Verfassung ist und wir bestens positioniert sind für die Rückkehr normaler Marktbedingungen", sagte Perlet. Die Allianz hatte sich vorgenommen, ihren operativen Gewinn von 2007 bis 2009 im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr zu steigern. Dies sei um so schwerer zu erreichen, je länger die schwierigen Bedingungen anhielten, sagte Perlet. An seinem Renditeziel für die Dresdner Bank hielt der Vorstand jedoch nicht mehr fest.
AKTIE GIBT NACH
Obwohl die Belastungen bei der Dresdner Bank bereits seit Ende April in etwa bekannt waren, gab die Allianz-Aktie am Freitag um 1,65 Prozent auf 128,22 Euro nach. Die endgültigen Zahlen lägen immer noch deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen, sagte ein Händler. Mit Blick auf die Sparten habe der Versicherer im Schaden- und Unfallgeschäft positiv abgeschnitten, der Bereich Leben- und Krankenversicherung enttäusche hingegen.
Nach Abschreibungen von 845 Millionen Euro auf strukturierte Finanzprodukte (ABS) verbuchte die Bank einen operativen Verlust von 453 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten hier noch 677 Millionen Euro Gewinn gestanden. Weitere Abschreibungen bei den kritischen Produkten schloss der Vorstand nicht aus. Für April sehe er allerdings keinen Bedarf dazu, sagte Perlet.
KONZERNGEWINN BRICHT EIN
Auf Konzernebene war der Gewinn der Allianz um zwei Drittel auf 1,15 Milliarden Euro eingebrochen. Das operative Ergebnis ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut ein Drittel auf 1,86 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz fiel mit 27,7 Milliarden Euro um 5,7 Prozent schwächer aus als im Vorjahr. Seit dem Jahreswechsel gab auch das Eigenkapital erneut nach, dieses Mal um 2,8 Milliarden Euro auf 45,0 Milliarden Euro. Bereits im Schlussquartal 2007 war es um rund eine Milliarde Euro gesunken.
Für den Gewinnrückgang zeichnete vor allem, aber nicht nur die Dresdner Bank verantwortlich. Bei ihr brachen neben dem operativen Ergebnis auch die operativen Erträge ein, und zwar um beinahe zwei Drittel auf 719 Millionen Euro. Provisions- und Zinsüberschuss gaben ebenfalls nach. Unter dem Strich wies die Bank einen Verlust von 513 Millionen Euro aus. Die Allianz hielt dem Institut zugute, auch seine Kosten reduziert zu haben. Der operative Aufwand sei von 1,35 auf 1,16 Milliarden Euro gesunken. Zudem seien wegen der schwachen Aktienmärkte bewusst geringe Gewinne aus Kapitalanlagen realisiert worden.
In strukturierten Finanzprodukten ist die Dresdner Bank nach den Wertberichtigungen noch mit 8,1 Milliarden Euro engagiert. Davon bewertet der Vorstand Papiere mit einem Restwert von 1,8 Milliarden Euro als "kritisch".
NICHT NUR DRESDNER MIT RÜCKGANG
Auch in anderen Konzernsparten zeigte die Entwicklung nach unten. Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft gab das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr von 750 auf 589 Millionen Euro nach, vor allem wegen weniger Einnahmen aus Kapitalanlagen. Auch das Asset Management litt unter den schwachen Aktienmärkten. Der operative Gewinn in diesem Segment ging von 312 auf 241 Millionen Euro zurück.
Einzig die Schaden- und Unfallversicherung legte von 1,27 Milliarden Euro auf 1,48 Milliarden Euro zu. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte von 96,8 auf 94,8 Prozent. Je weiter sie unter 100 Prozent liegt, desto stärker sind Schäden und Verwaltungskosten alleine durch Beitragseinnahmen gedeckt. Bis 2009 solle sie im Schnitt unter 94 Prozent bleiben, bekräftigte die Allianz mit Verweis auf ihre mittelfristigen Ziele./stw/zb
| 16.05.2008 | Deutsche Postbank neues Kursziel | Credit Suisse Group | |
| 13.05.2008 | Deutsche Postbank kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 13.05.2008 | Deutsche Postbank Downgrade | UBS AG | |
| 13.05.2008 | Deutsche Postbank hold | Citigroup Corp. | |
| 09.05.2008 | Deutsche Postbank buy | Société Générale Group S.A. (SG) |
Aktien in diesem Artikel
| Deutsche Postbank | 60,0 | +1,2% | |
| Allianz SE | 129,5 | +0,2% |
Top-Rankings
![]() | Die 30 bestbezahlten US-CEOs klicken Sie hier |
Die 30 weltgrößten Unternehmen klicken Sie hier |















