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ROUNDUP 2: Fresenius zuversichtlich für 2008 - Eurostärke belastet im Quartal
BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius zeigt sich nach einem operativen Ergebnisrückgang im Auftaktquartal zuversichtlich, die angepeilten Bestmarken bei Umsatz und Gewinn zu erreichen: "2008 erwarten wir für Fresenius beim Umsatz weiterhin währungsbereinigt ein Plus von 8 bis 10 Prozent und beim Jahresüberschuss einen Anstieg von 10 bis 15 Prozent", sagte Konzernchef Ulf Schneider am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Bis 2010 will die im Index für mittelgroße Standardwerte MDAX notierte Fresenius SE einen Umsatz von 15 Milliarden Euro erreichen. Nach einem Kursrückgang von 1,41 Prozent im frühen Handel gaben Fresenius-Aktien bis zum Nachmittag in einem festen Gesamtmarkt 0,39 Prozent auf 53,51 Euro nach.
WÄHRUNGSEFFEKTE DURCH UMRECHNUNG
Währungseffekte sorgten im Berichtszeitraum erwartungsgemäß für Gegenwind: Während der Konzernumsatz währungsbereinigt um 8 Prozent auf 2,798 Milliarden Euro kletterte, verbuchte Fresenius zu Ist-Kursen ein Wachstum von 1 Prozent. Währungsumrechnungseffekte, die im Wesentlichen durch die deutliche Abschwächung des US-Dollar gegenüber dem Euro auftraten, hatten einen negativen Einfluss von 7 Prozent. Während der Mutterkonzern Fresenius in Euro bilanziert, weist die im DAX notierte Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care (FMC) ihre Zahlen in Dollar aus. Auf Konzernebene erwirtschaftet Fresenius SE mit weltweit mehr als 114.000 Beschäftigten über 40 Prozent des Umsatzes im Dollarraum. 2007 trug FMC 62 Prozent zum Umsatz und rund 40 Prozent zum Nachsteuerergebnis bei. Fresenius mache einen guten Fortschritt, was die Diversifizierung des Portfolios angehe, sagte Schneider mit Blick auf die Ergebnis- und Umsatzbeiträge der anderen Sparten.
In den ersten drei Monaten sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 377 Millionen Euro (VJ: 380). Damit lag der Konzern unter den Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die mit einer Stagnation auf Vorjahresniveau gerechnet hatten. Beim Umsatz verbuchte Fresenius einen Anstieg auf 2,798 Milliarden Euro (VJ: 2,767). Beim Jahresüberschuss wurde ein Wachstum von 13 Prozent auf 100 Millionen Euro erzielt. Auch hier lagen die Schätzungen leicht höher.
ZIELE FÜR SPARTEN BESTÄTIGT - WEITERE ÜBERNAHMEN GEPLANT
Die zweitgrößte Sparte Kabi, in der Fresenius klinische Ernährung und Infusionstherapien anbietet, knackte 2007 erstmals die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro und erzielte im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 13 Prozent auf 545 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich auf 87 Millionen Euro (VJ: 77). Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2008 wurde bestätigt: Der Kabi-Umsatz soll währungsbereinigt um 12 bis 15 Prozent steigen und eine EBIT-Marge von rund 16,5 Prozent erreichen.
Konzernchef Schneider zeigte sich nach der jüngsten Übernahme von Dabur Pharma zur Stärkung von Kabi weiter zuversichtlich auch für die Krankenhaussparte Helios den Ende 2005 ausgegebenen 5-Jahresplan zu erreichen. Fresenius will bei Helios bis Ende des Jahrzehnts einen Umsatz von 800 Millionen Euro zukaufen. 2006 hatte der Konzern 200 Millionen Euro Umsatz und 2007 250 Millionen Euro im Krankenhausgeschäft erworben. "Wir arbeiten an einigen Zukäufen bei Helios, aber ich kann derzeit nicht sagen, ob wir in Kürze zu einem Abschluss kommen", sagte Schneider. Helios soll 2008 einen Umsatz von 2,050 Milliarden Euro und ein EBIT von 160 bis 170 Millionen Euro erreichen.
Das Ergebnis der Mutter Fresenius wurde nach Meinung von Analyst Martin Possienke von Equinet vor allem von Währungseffekten bei Fresenius Medical Care belastet. Im ersten Jahresviertel war der Überschuss von FMC um 16 Prozent auf 186 Millionen US-Dollar gestiegen, während sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 7 Prozent auf 389 Millionen Dollar verbessert hatte - jedoch damit die Expertenschätzungen von 402 Millionen Dollar verfehlte. Beim Umsatz wie auch beim Überschuss erzielte der Spezialist für die Behandlung von Nierenkranken eine Punktlandung.
Der Gesundheitskonzern ist nach Meinung von Possienke aber weitgehend unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung für nachhaltiges Wachstum aufgestellt. Er blieb bei seiner "Accumulate"-Bewertung mit einem Kursziel von 64 Euro. Einem Börsianer zufolge liegen die Fresenius-Zahlen leicht unter den Marktschätzungen. Damit breche Fresenius mit seiner Tradition, regelmäßig die Schätzungen zu überbieten./ep/he
| 18.07.2008 | Fresenius buy | Commerzbank Corp. & Markets | |
| 18.07.2008 | Fresenius buy | Citigroup Corp. | |
| 17.07.2008 | Fresenius zunächst eine Stabilisierung abwarten | Focus Money | |
| 15.07.2008 | Fresenius buy | Citigroup Corp. | |
| 14.07.2008 | Fresenius kaufen | Die Actien-Börse |
Aktien in diesem Artikel
| Fresenius SE Vz | 50,3 | -1,5% | |
| Fresenius Medical Care | % |
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