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ROUNDUP 2: GEA enttäuscht mit Auftragseingang und Ausblick im dritten Quartal
BOCHUM (dpa-AFX) - Der Spezialmaschinen- und Anlagenbauer GEA Group hat Umsatz und operatives Ergebnis im dritten Quartal zwar stärker gesteigert als erwartet, aber mit dem Auftragseingang und dem bestätigten Ausblick die Erwartungen enttäuscht. "Wir wissen, dass einige Analysten mehr erwartet hatten", sagte Finanzchef Hartmut Eberlein am Mittwoch in einer Telefonkonferenz hinsichtlich des Ausblicks, "die Marktreaktionen haben uns dennoch überrascht." Am Morgen hatten die GEA-Papiere zwischenzeitlich fast 9 Prozent an Wert verloren und lagen am Nachmittag immer noch 3,74 Prozent im Minus bei 25,99 Euro.
Im Gesamtjahr geht GEA wie gehabt von einem Umsatzplus von 15 Prozent aus. Der Auftragseingang in der Kernsparte und der Gasreinigung soll um den gleichen Wert steigen. Die Marge im Kerngeschäft soll sich um mehr als 60 Basispunkte verbessern. Das organische Umsatzwachstum soll für 2008 und 2009 bei 5 bis 10 Prozent liegen. "Wir blicken optimistisch ins kommende Jahr", sagte Eberlein. Details will er bei der Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal bekanntgeben.
AUFTRAGSEINGANG ENTTÄUSCHT
Der Auftragseingang im dritten Quartal legte verglichen mit dem Vorjahr zwar leicht zu, enttäuschte mit 1,276 Milliarden Euro aber die Erwartungen der Branchenexperten. Sie hatten damit gerechnet, dass bei GEA Aufträge im Wert von weiteren 10 Millionen Euro in den Büchern stehen.
Im dritten Quartal lag das Konzernergebnis bei 184,3 Millionen Euro (VJ: -142,4 Mio) und blieb damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Diese hatten mit einem Anstieg auf 198,63 Millionen Euro gerechnet. GEA wies darauf hin, dass die Senkung der Unternehmenssteuersätze im Inland um rund 10 Prozent wie angekündigt eine Korrektur der aktiven latenten Steuern in Höhe von 67 Millionen Euro in diesem Jahresviertel notwendig gemacht habe. Zudem schmälerte der Verlust der Noch-Tochter Lentjes in Höhe von 38 Millionen Euro den Überschuss, während umgekehrt die bereits verkaufte Tochter Lurgi 201,3 Millionen Euro beisteuerte.
Beim Großanlagenbauer Lentjes wartet GEA noch auf die Freigabe der Kartellbehörden, um ihn an den österreichischen Technologiekonzern A-Tec abzugeben. Den Verkauf von Lurgi an die französische Air Liquide-Gruppe hatte GEA im Juli abgeschlossen. Insgesamt steuerten die nicht-fortgeführten Geschäftsbereiche 180,7 Millionen Euro zum Nettoergebnis bei, während von den fortgeführten Geschäften 3,6 Millionen Euro kamen.
UMSATZ UND MARGE STEIGEN
Der Umsatz im dritten Quartal kletterte von 1,08 auf 1,35 Milliarden Euro und fiel damit höher aus als von Analysten erwartet (1,28 Mrd). Auch der operative Gewinn (EBIT) lag mit 107,7 Millionen Euro nach 74,5 Millionen im Vorjahr über den Prognosen (100,13 Mio). Die EBIT-Marge stieg von 6,9 auf 8,0 Prozent.
Nach Einschätzung von Independent Research überzeugten die GEA-Zahlen. Sie reflektierten die steigende Profitabilität des Unternehmens, hieß es in einer Reaktion. Angesichts der anhaltenden operativen Verbesserung hätten die Experten allerdings eine Anhebung des Ausblicks erwartet./sf/das/stw/he
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