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ROUNDUP 2: Home Depot leidet unter US-Immobilienkrise - Schlechtere Aussichten
ATLANTA (dpa-AFX) - Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot hat in den ersten drei Monaten des Jahres schwer unter der US-Immobilienkrise gelitten. Besserung ist nicht in Sicht - entsprechend düster ist die Prognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen rechne mit einem Einbruch des Ergebnisses je Aktie in Richtung 24 Prozent, ließ die Konzernführung am Dienstag wissen. Die bisher ausgegebene Spanne lag bei minus 19 bis minus 24 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte Home Depot mit 2,27 Dollar je Aktie bereits weniger verdient.
Unterm Strich wird der Gewinn aber noch viel kräftiger einbrechen als die Prognose es vermuten lässt. Schließlich klammert das Unternehmen ausdrücklich Belastungen von fast 600 Millionen Dollar aus, die durch die Schließung von Filialen und die Streichung geplanter Neueröffnungen entstehen.
AKTIE VERLIERT KRÄFTIG
Den Großteil der Belastungen hat Home Depot bereits im ersten Quartal verbucht. Entsprechen brach der Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein von 0,53 auf 0,21 Dollar. Die Einschnitte bei den Filialen ausgeklammert, betrug das Ergebnis 0,41 Dollar je Anteilsschein. Die 20 von Thomson First Call befragten Analysten hatten mit 0,37 Dollar gerechnet. Zu US-Handelsstart verlor die Aktie 3,43 Prozent auf 27,88 Dollar.
Die Baumarkt-Betreiber gehören zu den am stärksten von der US-Immobilienkrise betroffenen Unternehmen. Mit dem Verfall der Häuserpreise und dem Austrocknen der Kreditmärkte finden sich immer weniger Verbraucher, die ihre Häuser renovieren oder gar neu bauen wollen. "Die Situation hat sich in Teilen des Landes verschlechtert", sagte Konzernchef Frank Blake. Und der Markt sei weiter "sehr schwierig". Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten von 18,55 auf 17,91 Milliarden Dollar (Prognose 17,61).
AUSBAU BREMSEN
Blake verteidigte die Entscheidung, den Ausbau des Geschäfts zu bremsen. Die Pläne für 50 neue Filialen strich das Unternehmen zum Monatsanfang, 15 schlecht laufende Niederlassungen mit zusammen 1.300 Angestellten will der Konzern schließen. Die Umstrukturierung alleine schlug im ersten Quartal mit 543 Millionen Dollar zu Buche, was den Überschuss von 1,046 Milliarden auf 356 Millionen Dollar einbrechen ließ. Ohne diese Belastung hätte Home Depot 697 Millionen Dollar verdient.
Home Depot betreibt derzeit mit mehr als 300.000 Beschäftigten rund 2.258 Filialen, den Großteil davon in den USA und Kanada. In diesem Jahr sollen 55 neue Filialen entstehen, darunter 36 in den USA. Die Investitionen fürs laufende Jahr hat Home Depot jedoch früheren Angaben zufolge von 3,6 auf 2,3 Milliarden Dollar gekappt.
AUCH KONKURRENZ DARBT
Am Montag hatte bereits Konkurrent Lowe's einen Gewinneinbruch vermeldet und seine Prognose gekappt. Angesichts steigender Lebensmittel- und Energiepreise und einer sich verschlechternden Situation auf dem Arbeitsmarkt würden die Menschen weniger Geld für Häuserreparaturen oder -käufe ausgeben, begründete die Nummer zwei der Branchen ihr Abschneiden./das/tw
| 08:38 Uhr | Home Depot neutral | UBS AG | |
| 10.06.2008 | Home Depot strong buy | Raymond James Financial, Inc. | |
| 04.06.2008 | Home Depot overweight | Lehman Brothers Inc. | |
| 03.06.2008 | Home Depot outperform | Credit Suisse Group | |
| 21.05.2008 | Home Depot neues Kursziel | Lehman Brothers Inc. |
Aktien in diesem Artikel
| Home Depot | 17,7 | -1,4% |
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