09.07.2008 14:15
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ROUNDUP 2: Nordex rechnet mit weniger Gewinn als bisher erwartet - Aktie fällt

        (neu: Details)

    NORDERSTEDT (dpa-AFX) - Der Windkraftanlagenbauer Nordex  wird im laufenden Jahr wohl weniger verdienen als bisher gedacht. Aufwendungen für Windparks in Großbritannien und in Italien fielen höher aus als zunächst erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Norderstedt bei Hamburg mit. Auch plane Nordex umfangreichere Investitionen in den Aufbau der Tochtergesellschaften in Übersee. Die Aktie des TecDAX-Werts  geriet massiv unter Druck.

AKTIE BRICHT EIN

    Bei der operativen Marge rechnet Nordex mit 5,5 bis 6,0 Prozent; ursprünglich hatte das Unternehmen für 2008 eine Rendite von 7,0 Prozent in Aussicht gestellt. Während die Erwartung für den Umsatz unverändert bei 1,1 Milliarden Euro bleibt, geht Nordex nun von einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 60 bis 66 Millionen Euro aus - bisher hatte das Unternehmen mit 77 Millionen Euro gerechnet. Erst Ende Mai hatte Nordex die Prognose im Rahmen der bis dahin angepeilten Spannen präzisiert Für 2009 sei bestenfalls mit einem leichten Anstieg der operativen Marge zu rechnen, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Richterich.

    An der Börse verlor die Aktie zeitweise mehr als 20 Prozent auf 21,29 Euro - das war der tiefste Stand seit März. Bis zum frühen Nachmittag erholten sich die Titel des Windkraftanlagenbauers etwas, sie verloren noch 12,18 Prozent auf 23,87 Euro, während der TecDAX zulegte. Richterich führte aus, 2008 gebe es zusätzliche Kosten für die Windkraftprojekte. Diese bezögen sich unter anderem auf Lieferungen und Transport. Beim Auf- und Ausbau der Strukturen in China und in den USA entstünden unter anderem Kosten für die Personalgewinnung. Die steigenden Stahlpreise seien indes kein großes Problem für Nordex, die Lieferungen seien abgesichert.

HÄNDLER SPRICHT VON VERTRAUENSVERLUST

    Ein Händler sprach von einem Vertrauensverlust. Ein anderer sagte, die Korrektur sei erwartet worden, der frühe Zeitpunkt verwundere jedoch. Nach Ansicht von HSBC-Analyst Burkhard Weiss stellt die Revision der Margenziele keine große Überraschung dar. Positiv sei, dass diese nach Angaben des Unternehmens nicht auf Problemen mit Zulieferern oder fehlender Preissetzungsmacht beruhten.     Zum zweiten Quartal teilte das Unternehmen mit, der Umsatz habe sich nach vorläufigen Erkenntnissen im Vergleich zur Startperiode erhöht. Die Profitabilität werde voraussichtlich auf dem Niveau des ersten Quartals liegen./sc/tw

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