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ROUNDUP 2: REpower profitiert von Windenergie-Boom - Stahlpreise als Risiko
HAMBURG (dpa-AFX) - Der Windkraftanlagen-Hersteller REpower Systems hat im Rumpfgeschäftsjahr 2008 vom Boom der erneuerbaren Energien profitiert. Das vom indischen Wettbewerber Suzlon kontrollierte Unternehmen konnte beim Umsatz und vor allem beim Gewinn zulegen, wie die seit März wieder im TecDAX gelistete Gesellschaft am Montag in Hamburg mitteilte. Die Prognosen für das laufende und das folgende Geschäftsjahr bestätigte Repower angesichts des gestiegenen Auftragsbestands.
Die Aktie gewann nach einer Berg- Talfahrt in einem schwachen Markt zuletzt 0,94 Prozent auf 210,05 Euro. "Die Zahlen sind schwierig einzuschätzen, da niemand Schätzungen dafür gemacht hat", sagte ein Händler. Wegen der Aktionärsstruktur hätten die Zahlen weniger Bedeutung als bei anderen Unternehmen. Großaktionär Suzlon hält knapp 89 Prozent der Unternehmensanteile.
PROGNOSE BESTÄTIGT
REpower Systems erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 (bis März 2009) nach wie vor eine Steigerung des Umsatzes auf 1,1 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 5,5 bis 6,5 Prozent. Die Prognose sei in diesem und im kommenden Jahr komplett über Aufträge abgedeckt, zum Teil seien Preiserhöhungen für die Kunden möglich. In den darauf folgenden zwei Geschäftsjahren soll der Umsatz jeweils um 40 bis 50 Prozent steigen, mehr als 80 Prozent seien über Rahmenverträge mit Energieunternehmen wie Electricite de France (EdF) , Electrable und Enertad gesichert.
In den kommenden Jahren werde das Geschäft mit Windkraftanlagen vor der Küste eine Schlüsselrolle für das Geschäft spielen. Die steigenden Rohstoffpreise seien aber ein noch nicht genau abschätzbares Risiko. "Die Nachfrage und die Aufträge sind da, aber sie müssen auch ausgeführt werden", sagte der Vorstandsvorsitzende Per Hornung Pedersen.
GESCHÄFTSJAHR UMGESTELLT
Nach der mehrheitlichen Übernahme durch Suzlon haben die Hamburger ihr Geschäftsjahr auf den Zeitraum April bis März umgestellt. Zuvor entsprach das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Der Umsatz stieg von Januar bis März auf 147,4 Millionen Euro; im Vorjahreszeitraum waren es 97,7 Millionen Euro gewesen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 255.400 Euro auf 3,1 Millionen Euro zu. Beim Nettoergebnis erzielte REpower 1,4 Millionen Euro nach 15.000 Euro in den ersten drei Monaten des Vorjahres.
REpower installierte in den drei Monaten 65 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 129 Megawatt (MW); im Vorjahreszeitraum waren es 32 Anlagen mit 61 MW. Der Auftragsbestand kletterte auf 696 Windenergieanlagen (Vorjahr 498). Das potenzielle Auftragsvolumen lag damit bei rund 1,4 Milliarden (888,7 Mio) Euro. Gut 82 Prozent seines Geschäfts machte REpower zuletzt im Ausland./sc/stb/fn/tw
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