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ROUNDUP 2: RWE leidet unter schwächerem Handelsgeschäft und American Water
ESSEN (dpa-AFX) - Der Versorger RWE hat wegen eines schwächeren Handelsgeschäfts und Belastungen durch die Wassertochter American Water seinen Gewinn im ersten Quartal fast halbiert. Auch aus regulatorischen Gründen niedrigere Netzentgelte und verschärfte Rahmenbedingungen beim CO2-Emissionsrechtehandel drückten auf den Gewinn, wie der im DAX notierte Stromkonzern am Donnerstag in Essen mitteilte. Bei der Stromerzeugung konnte RWE jedoch zulegen. Die zuletzt gestutzte Prognose bestätigt der Konzern. An der Börse gab die Aktie des Versorgers in einem knapp behaupteten Marktumfeld um 0,76 Prozent auf 76,99 Euro nach. Marktbeobachter zeigten sich enttäuscht, nachdem RWE die Prognosen der Analysten verfehlt hatte. Der Umsatz stieg leicht von 13 auf 13,4 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn hingegen sank von 2,8 auf 2,5 Milliarden Euro. Den größten Rückgang gab es im Handelsgeschäft, wo RWE im Vorjahresquartal außergewöhnlich gut abgeschnitten hatte. Der für die Dividende entscheidende nachhaltige Gewinn stieg von 1,38 auf 1,42 Milliarden Euro. Der Überschuss sank wegen einer Firmenwertabschreibung von 600 Millionen Euro für American Water jedoch von 1,57 auf 0,81 Milliarden Euro.
'BÖRSENGANG ALLES ANDERE ALS EINFACH'
Der Börsengang des Wasserversorgers hatte RWE nur 1,2 Milliarden US-Dollar (0,8 Mrd Euro) statt wie erhofft 2 Milliarden Dollar eingebracht. "Der Börsengang war im aktuellen Kapitalmarktumfeld alles andere als einfach", räumte Finanzchef Rolf Pohlig ein, "aber ein weiteres Abwarten hätte uns nicht weitergebracht." In einem halben Jahr wolle RWE weitere Aktien platzieren und die Ausschüttungsquote für die Aktionäre im kommenden Jahr erhöhen.
RWE zeigte sich zuversichtlich, den Ergebnisrückgang in den kommenden Quartalen kompensieren zu können. Deutschlands größter Stromproduzent rechnet mit einem Gewinn, der aufgrund der Einmalbelastung durch American Water leicht unter dem Vorjahreswert liegen wird. Das betriebliche Ergebnis soll mindestens das Niveau von 2007 erreichen und der Umsatz soll über Vorjahresniveau liegen. Das nachhaltige Nettoergebnis will RWE um über 10 Prozent steigern.
'BESTER NETZEIGENTÜMER SIND WIR'
Zu einem möglichen Netzverkauf, wie ihn Wettbewerber E.ON immer konkreter ins Auge fasst, gab sich RWE weiter zurückhaltend."Wir meinen, dass wir der beste Eigentümer für das Netz sind", sagte Pohlig. Wenn es jedoch aus regulatorischen Gründen nicht mehr möglich sei, Geld mit dem Netzbetrieb zu verdienen, dann müsse sich RWE "dem Thema neu stellen".
Zu einem möglichen Interesse am zum Verkauf stehenden Atomstromproduzenten British Energy wollte sich RWE erneut nicht äußern. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, wonach die großen europäischen Energiekonzerne Möglichkeiten zur Aufteilung des Unternehmens ausloten. Ein verbindliches Angebot hat bisher erst der französische Staatskonzern Electricite de France (EDF) abgegeben. RWE-Chef Jürgen Großmann hatte kürzlich betont, generell nicht in teure Bieterwettkämpfe einsteigen zu wollen./sc/das/wiz
| 16:54 Uhr | RWE buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 01.07.2008 | RWE buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 23.06.2008 | RWE buy | Citigroup Corp. | |
| 20.06.2008 | RWE buy | Citigroup Corp. | |
| 19.06.2008 | RWE neues Kursziel | Merrill Lynch & Co., Inc. |
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