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ROUNDUP 2: STADA steigert trotz schwachem deutschen Generikageschäft Gewinn
BAD VILBEL (dpa-AFX) - Der Generika-Hersteller STADA sieht sich nach einem erwartungsgemäß schwachen Auftakt 2008 mit einem rückläufigen Generikaumsatz in Deutschland insgesamt weiter auf Wachstumskurs. Für 2008 und die kommenden Jahre sieht Vorstands-Chef Hartmut Retzlaff "unverändert gute Chancen, das nachhaltige operative Wachstum fortsetzen zu können." Nach den jüngsten Zukäufen will STADA die "aktive Akquisitionspolitik der letzten Jahre fortsetzen", sagte Retzlaff am Mittwoch und bekräftigte damit frühere Aussagen. An der Börse gehörte die Aktie von Deutschlands drittgrößtem Generikahersteller nach dem bestätigten Ausblick am frühen Nachmittag mit einem Plus von 2,56 Prozent auf 43,75 Euro zu den gefragtesten Werten im MDAX .
Im unverändert größten Segment, dem Generikageschäft, verbuchte STADA zwischen Januar und März nur einen marginalen Umsatzanstieg von 1 Prozent auf 269,4 Millionen Euro. In Deutschland sanken die Erlöse mit den Nachahmermitteln wegen des schwierigen Umfeldes um 5 Prozent auf 109,4 Millionen Euro. Dennoch konnte STADA nach Daten des Branchendienstes IMS Health den Marktanteil am deutschen Generikamarkt von 10,8 auf 11,3 Prozent ausbauen. Insgesamt steuerte die Sparte in den ersten drei Monaten 67,5 Prozent zum Konzernumsatz bei.
STADA MIT ZWEISTELLIGEM UMSATZ- UND ERGEBNISPLUS
STADA hat im ersten Quartal 2008 trotz eines schwierigen Marktumfeldes Umsatz und Gewinn erneut kräftig gesteigert: Angetrieben von den internationalen Zukäufen der vergangenen Jahre konnte STADA den Konzernumsatz um 11 Prozent auf 399,0 Millionen Euro verbessern, während der Gewinn um 16 Prozent auf 31,3 Millionen Euro stieg. Das operative Ergebnis verbesserte sich im ersten Jahresviertel um 16 Prozent auf 56,6 Millionen Euro. Damit verfehlte STADA jedoch die durchschnittlichen Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die operativ mit einem Anstieg auf 58,86 Millionen Euro und beim Konzerngewinn mit 33,63 Millionen Euro gerechnet hatten. Die Erwartungen für den Umsatz lagen im Schnitt bei 415,42 Millionen Euro. Auf Gesamtjahresbasis soll das Wachstum des operativen Ergebnisses über dem des ersten Quartals liegen, sagte Finanzvorstand Wolfgang Jeblonski.
Der Umsatz des Generika-Vertriebs-Labels, STADApharm, das nach Restrukturierung des Vertriebs im 4. Quartal 2007 mit Entlassungen nun ohne Außendienst arbeitet, war im Auftaktquartal um 28 Prozent auf 50,0 Millionen Euro eingebrochen. Das Vertriebs-Label ALIUD PHARMA, das traditionell ohne Außendienst im Markt auftritt und über zahlreiche Rabattverträge mit Krankenkassen verfügt, habe dagegen ein Umsatzplus von 38 Prozent auf 55,1 Millionen Euro ausgewiesen. Im Segment verzeichnete STADA im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von 43,4 Millionen Euro (VJ: 46,2).
GENERIKAGESCHÄFT IN DEUTSCHLAND SOLL 2008 WEITER WACHSEN
Konzernchef Retzlaff sieht 2008 unverändert gute Chancen, dass das deutsche Generika-Geschäft insgesamt gegenüber dem Vorjahr wachsen wird. Voraussetzung sei, dass sich ALIUD PHARMA plangemäß weiter stark entwickele und STADApharm im 2. Halbjahr mit ausgebautem Rabattvertragsvolumen eine stabilere Umsatzsituation erreichen könne. STADA bestätigte den traditionell vagen Ausblick: Danach sieht das Unternehmen unverändert "gute Chancen, dass STADA auch weiterhin in diesem herausfordernden Umfeld ein nachhaltiges operatives Wachstum erreichen kann und wir damit den erfolgreichen Wachstumskurs des Konzerns sowohl im laufenden Geschäftsjahr 2008 als auch in den kommenden Jahren fortsetzen können." 2007 hatte STADA den Umsatz um 26 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um 19 Prozent auf 215,5 Millionen Euro verbessert.
Nach früheren Aussagen strebt Konzernchef Retzlaff für zukünftiges Wachstum bevorzugt in Osteuropa weitere Übernahmen an. 2006 hatte STADA mit der Übernahme der serbischen Hemofarm für 494 Millionen Euro den größten Kauf der Unternehmensgeschichte gestemmt. Im August 2007 wurde die russische Pharmagruppe MAKIZ für rund 125 Millionen Euro übernommen.
Nach Einschätzung von Analyst Christian Cohrs von der UniCredit sind die Quartalsergebnisse etwas besser als seine Prognosen ausgefallen, sie hätten die Marktschätzungen aber nicht erfüllt. Saisonbedingt sei das erste Vierteljahr aber immer das Schwächste. Analyst Ulrich Huwald von M.M. Warburg sah das Zahlenwerk zwar nur im Rahmen seiner Erwartungen und leicht unter der Konsensschätzung. Sie bedeuteten allerdings mit einem Umsatzanstieg von 11 Prozent und einer Verbesserung des Gewinnes vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 16 Prozent eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Die EBIT-Marge habe wie erwartet das Vorjahresniveau nicht erreicht./ep/wiz
| 03.07.2008 | STADA Arzneimittel unter 40 Euro interessant | Nebenwerte Journal | |
| 01.07.2008 | STADA Kauflimit 42,10 EUR | Frankfurter Börsenbriefe | |
| 30.06.2008 | STADA chancenreich | Wirtschaftswoche | |
| 18.06.2008 | STADA Arzneimittel akkumulieren | AC Research | |
| 12.06.2008 | STADA Arzneimittel buy | Commerzbank Corp. & Markets |
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