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ROUNDUP 2: Telekom legt mit Sparprogramm Grundstein für Auslandsexpansion
Der Ausbau des Auslandsgeschäfts, das bereits rund die Hälfte des Umsatzes beisteuert, ist aus Sicht von Experten nötig, um der Telekom neue Wachstumsfantasie einzuhauchen. Auf dem deutschen Markt ringt das Unternehmen mit dem harten Wettbewerb und dem vom Regulierer forcierten Kundenverlust. Wie das Auftaktquartal zeigt, bekommt der Vorstand das Geschäft in Deutschland langsam in den Griff. Belastend wirkte sich der starke Euro aus, der die Zugewinne von T-Mobile USA weitgehend aufzehrte. Der Telekom geht damit ihr wichtigster Wachstumstreiber verloren.
EBITDA STABIL
Dank der massiven Einsparungen stabilisierte die Telekom im Auftaktquartal ihren Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) mit 4,7 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Während die US-Mobilfunktochter für den Gesamtkonzern an Kraft verlor, setzte sich die operative Verbesserung auf dem Heimatmarkt fort. Im deutschen Festnetzgeschäft verbuchten die Bonner zwar einen Umsatzrückgang, das EBITDA von T-Home stieg hingegen um 0,5 Prozent. Dazu trugen Einsparungen bei, die sich im ersten Quartal auf rund 240 Millionen Euro summierten. Mit der Stabilisierung des Deutschland-Geschäfts hat Obermann den obersten Punkt seiner Prioritätenliste abgearbeitet.
Insgesamt will das Unternehmen bis zum Ende der Dekade rund fünf Milliarden Euro sparen, wozu auch der Abbau von zehntausenden Arbeitsplätzen beitragen soll. Obermann bekräftigte, dass der Konzernumbau weiter gehen wird. Der Mitarbeiterstamm verkleinerte sich im Jahresvergleich um 9.400 auf 238.000, wozu vor allem der Verkauf von Beteiligungen beitrug. Die Kosten seien um 6 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gesenkt worden, sagte Finanzchef Karl-Gerhard Eick. Die Telekom sieht sich bei den Personalkosten im Nachteil gegenüber Wettbewerbern wie France Telecom und Telefonica .
UMSATZ SINKT
Der Konzernumsatz sank um 3,1 Prozent auf 14,98 Milliarden Euro, während der Überschuss von 459 Millionen auf 924 Millionen Euro kletterte. Die Gewinnsteigerung begründete die Telekom mit den Einsparungen sowie einem Einmalerlös aus dem Verkauf der Tochter Media&Broadcast, der einen Buchgewinn von rund 500 Millionen Euro einbrachte. Mit der Quartalsbilanz übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten zum Teil leicht.
Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr beließ der Konzern unverändert. Telekom-Chef René Obermann stellte weiterhin ein EBITDA von 19,3 Milliarden Euro in Aussicht.
Die Analysten zeigten sich mit der Quartalsbilanz zufrieden. An der Börse kletterte die Aktie in einem schwächeren Umfeld um 0,6 Prozent auf 11,59 Euro. Vorstandschef Obermann zeigte sich mit der Kursentwicklung unzufrieden. Zu der Schwäche würden auch die Spekulationen um mögliche Übernahme beitragen, sagte er./mur/tw
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