Neuf Cegetelact. Aktie [WKN: A0KEXR / ISIN: FR0004166072]

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20.12.2007 15:51
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ROUNDUP 2: Vivendi will mit Neuf Cegetel-Kauf zu France Telecom aufschließen

        (Neu: SFR-Chef, Details))

 

    PARIS (dpa-AFX) - Der französische Medienkonzern Vivendi will mit der Übenahme des Telefonanbieters Neuf Cegetel zum Marktführer France Telecom   aufschließen. "Die Idee ist, die Nummer eins der alternativen Anbieter in Frankreich und Europa zu schaffen", sagte der Vorstandschef der Vivendi-Tochter SFR, Frank Esser, am Donnerstag in Paris. Das Unternehmen einigte sich mit dem anderen Großaktionär Louis Dreyfus auf eine Übernahme von dessen 29,5-prozentigen Beteiligung an Neuf Cegetel. Für die verbliebenen Anteile will SFR eine Übernahmeofferte unterbreiten.

 

    Vivendi kontrolliert über seine Mobilfunktochter SFR bereits 40,5 Prozent des Festnetzanbieters. Während Louis Dreyfus pro Aktie 34,50 Euro erhalten soll, will SFR für die verbliebenen Anteile 36,50 Euro zahlen. Für die Transaktion muss SFR insgesamt rund 4,4 Milliarden Euro hinblättern, die über die Aufnahme neuer Schulden finanziert werden soll.

 

    Durch den Zusammenschluss von SFR und Neuf Cegetel entsteht ein neuer Rivale für France Telecom, wie Esser sagte. Zusammen kamen die beiden Unternehmen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro. Neuf Cegetel verfügt nach hohen Investitionen in seine DSL-Infrastruktur über eine Netzabdeckung von 70 Prozent. Das Unternehmen hatte im Juni sein Geschäft mit dem Kauf der französischen Telekom-Tochter  Club Internet gestärkt.

 

    Die Transaktion will SFR-Chef Esser bis Ende kommenden Jahres abschließen. Offen ist, wie die Kartellbehörden entscheiden werden. Der Kauf des Breitbandanbieters Tele2 France war von den Aufsichtsbehörden nur mit Auflagen genehmigt worden, da Vivendi mit dem Bezahlsender "Canal+" über eine starke Stellung im Medienbereich verfügt. Esser äußerte sich nicht zu möglichen Auflagen.

 

    An SFR hält Vivendi 56 Prozent, der britische Mobilfunkkonzern Vodafone   den Rest. Wegen der höheren Verschuldung muss sich Vodafone auf eine geringere Dividendenzahlung einrichten, hieß es. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten die Briten 450 Millionen Pfund von SFR erhalten./mur/tw

 

 

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