INGOLSTADT (dpa-AFX) - Der Autobauer Audi hat im April dank der anhaltend guten Nachfrage in Osteuropa und Asien ein leichtes Absatzplus geschafft. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterte die Zahl der weltweit verkauften Autos um 2,9 Prozent auf rund 86 700, wie die Volkswagen-Tochter am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. In den ersten vier Monaten des Jahres zog der Absatz um 1,7 Prozent auf rund 338 000 Fahrzeuge an. In den kommenden Monaten will Audi wegen der laufenden Umstellung auf den neuen A4 aber deutlich zulegen. Im Gesamtjahr ist der Verkauf von mehr als einer Million Autos geplant.
Während Audi auf boomenden Märkten wie China oder Russland zweistellige Zuwachsraten verbuchte, blieb die Lage für die VW- Tochter auf den etablierten Märkten in Westeuropa und den USA schwieriger. In den Vereinigten Staaten sank der Absatz im April um 4,6 Prozent auf 7700 Autos. In den ersten vier Monaten lag das Minus bei 2,9 Prozent. In Europa drehte der Absatz im April zumindest leicht ins Plus, über die ersten vier Monate blieb aber auch hier ein Absatzrückgang von 1,2 Prozent auf gut 240 000 Fahrzeuge.
Der deutsche Markt präsentierte sich nach langer Schwächephase wieder etwas lebendiger. Im April zog der Absatz um 1,6 Prozent auf rund 22 600 Fahrzeuge an. Unterm Strich blieb für die ersten vier Monate aber immer noch ein Minus von 1,3 Prozent.
Für den Rest des Jahres gab sich Audi-Chef Rupert Stadler optimistisch. "Das Ergebnis im April ist ein Vorgeschmack auf das deutliche Absatzwachstum, das wir in der zweiten Jahreshälfte erwarten. Mit der vollen Verfügbarkeit des A4 in den meisten großen Märkten werden wir im zweiten Halbjahr Fahrt aufnehmen", sagte er laut Mitteilung. Der Audi A4 Avant wird gerade in den ersten europäischen Märkten eingeführt, die Limousine läuft zur Zeit in den ersten asiatischen Ländern an./mf/DP/wiz