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ROUNDUP: Bank of America will größte US-Hypothekenfirma Countrywide retten
Countrywide ist durch die Immobilienkrise schwer unter Druck geraten. Die Gesellschaft wird wegen ihrer laxen Kreditvergabe als einer der Mitverantwortlichen für die Hypothekenkrise betrachtet. Seit Sommer verlor Countrywide fast 80 Prozent des Börsenwerts. Erst diese Woche musste der Kreditgeber Insolvenzgerüchte dementieren.
AUFATMEN AN WALL STREET
Das Kaufangebot sorgte an der Wall Street vielfach für Aufatmen: Dem Immobilienmarkt und der gesamten Finanzbranche könnte so laut Experten eine drohende Kettenreaktion durch die sich verschärfende Lage bei Countrywide erspart bleiben. Allerdings müssen die Aktionäre und die Wettbewerbshüter noch zustimmen.
Im August hatte sich die Bank of America bereits über eine Kapitalspritze von zwei Milliarden Dollar mit 16 Prozent an Countrywide beteiligt. Jetzt will sie den historisch niedrigen Börsenkurs des Kreditgebers für eine vergleichsweise günstige Komplettübernahme nutzen. Aus dem Geschäft mit schwach besicherten Hypotheken ("subprime"), das der Auslöser der gesamten Kreditkrise mit weltweiten Folgen war, soll Countrywide aussteigen.
AKTIE GIBT TEIL DES VORTAGSGEWINNS WIEDER AB
Die Countrywide-Aktie verlor am Freitag im vorbörslichen Handel mehr als 13 Prozent auf rund 6,70 Dollar. Am Vortag war die Aktie nach Spekulationen über das bevorstehende Kaufangebot allerdings um rund 50 Prozent in die Höhe geschossen. Die Aktie der Bank of America gab vorbörslich knapp 1,0 Prozent nach auf gut 39,00 Dollar.
Die Anteilseigner sollen je Countrywide-Aktie knapp eine Fünftel-Aktie der Bank of America erhalten (exakt 0,1822 Aktien). Zum Vortageskurs der Bank of America entspricht dies 7,16 Dollar. Der Chef der Bank of America, Ken Lewis, sagte: "Wir sind uns der Situation auf dem Haus- und Kreditmarkt durchaus bewusst." Der Preis spiegele diese Herausforderungen wider.
670 MIO DOLLAR SYNERGIEN
Countrywide mit Sitz in Calabasas (Kalifornien) finanzierte im vergangenen Jahr den Angaben zufolge neue Hypotheken im Wert von 408 Milliarden Dollar. Das Gesamtportfolio belaufe sich auf rund 1,5 Billionen Dollar.
Das Geschäft soll im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Bank of America erhofft sich dadurch vom kommenden Jahr an einen Beitrag zum Gewinn. Die Kosteneinsparungen sollen nach Steuern langfristig bei 670 Millionen Dollar pro Jahr liegen./fd/DP/fj
| 05.05.2008 | Countrywide Financial Downgrade | Friedman, Billings, Ramsey Group, Inc. | |
| 20.03.2008 | Countrywide Financial Upgrade | Wachovia Securities, LLC | |
| 14.01.2008 | Countrywide Financial Downgrade | Credit Suisse Group | |
| 12.11.2007 | Countrywide Financial | Die Actien-Börse | |
| 30.10.2007 | Countrywide Financial neues Kursziel | Friedman, Billings Ramsey & Co |
Aktien in diesem Artikel
| Countrywide Financial | 2,7 | -0,4% | |
| Bank of America | 21,0 | +3,6% |
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