23.04.2008 15:01
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ROUNDUP: Boeing nach Gewinnsprung optimistisch - Mehr Auslieferungen geplant

        CHICAGO (dpa-AFX) - Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing zeigt sich trotz der Schwierigkeiten beim Bau seines Langstreckenjets 787 "Dreamliner" für 2008 und die kommenden Jahre optimistisch. Im Jahr 2009 soll der Gewinn um ein Fünftel steigen, wie Boeing bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal am Mittwoch mitteilte. Zudem will das Unternehmen mehr Flugzeuge ausliefern als im laufenden Jahr. Im ersten Quartal steigerte Boeing den Umsatz zwar weniger stark als erwartet. Der Gewinn übertraf die Prognosen der Experten jedoch deutlich. Die Aktie legte vorbörslich leicht zu.

 

    "Wir sind auf gutem Weg zu einem weiteren starken Jahr", sagte Konzernchef Jim McNerney in Chicago. Dies schienen auch die Investoren so zu sehen. Die Boeing-Aktie legte vorbörslich um 2,7 Prozent auf 80,69 US-Dollar zu.

 

PROGNOSEN ÜBERTROFFEN

 

    Im ersten Quartal hatte Boeing den Gewinn je Aktie (EPS) im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 1,62 US-Dollar gesteigert. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,35 Dollar je Aktie gerechnet. Der Überschuss belief sich auf 1,211 Milliarden Dollar nach 877 Millionen ein Jahr zuvor (Prognose 1,01 Mrd). Der Umsatz kletterte schwächer als erwartet von 15,365 auf 15,990 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 16,52 Milliarden Dollar gerechnet.

 

    Der Flugzeugbauer will im Jahr 2009 zwischen 500 und 505 Flugzeuge ausliefern. Im Jahr 2008 sollen es wie bereits früher angekündigt 475 bis 480 sein, der Umsatz soll zwischen 67 und 68 Milliarden Dollar liegen. Der Gewinn je Aktie soll dabei zwischen 5,70 und 5,85 Dollar liegen. Für das kommende Jahr strebt Boeing ein EPS-Wachstum um etwa 20 Prozent auf 6,80 bis 7,00 Dollar an.

 

PROBLEME MIT DEM "DREAMLINER"

 

   Boeing kämpft derzeit mit massiven Verzögerungen bei seinem Prestigeprojekt, dem neuen Langstreckenjet 787 Dreamliner. Hier drohen hohe Schadensersatzforderungen der Kunden. Der US-Konzern verlor zudem einen milliardenschweren Großauftrag für Tankflugzeuge der US-Luftwaffe an die EADS-Flugzeugtochter Airbus./stw/fd/DP/tw

 

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