04.07.2008 09:09
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ROUNDUP: Bosch will ersol-Kauf bis Mitte August weitgehend erledigt haben

        ERFURT/STUTTGART (dpa-AFX) - Der weltgrößte Autozulieferer und Elektrokonzern Bosch will die Übernahme des Solarzellen-Herstellers ersol bis Mitte August weitgehend erledigt haben. Die Stuttgarter haben sich inzwischen 81,73 Prozent des TecDAX-Titels  gesichert. Neben dem Finanzinvestor Ventizz mit seinen 50,45 Prozent hätten weitere Aktionäre dem Unternehmen 3,56 Prozent angedient, teilte Bosch am Freitag in Stuttgart mit. Darüber hinaus habe Bosch seinen Anteil über die Börse auf 27,72 Prozent aufgestockt. Vor einer Woche waren es noch 25,09 Prozent.

    Bosch hatte Anfang Juni die 1,1 Milliarden Euro schwere Übernahme angekündigt, nachdem sich der Konzern mit Ventizz geeinigt und somit die Mehrheit sicher hatte. Die Angebotsfrist für die übrigen Aktionäre läuft ab heute und endet am 8. August. Bosch zahlt 101 Euro je Anteilsschein. Das Bundeskartellamt hat dem Kauf bereits zugestimmt; allerdings steht die Entscheidung weiterer Wettbewerbsbehörden noch aus.

BOSCH-MANAGER WIRD NEUER ERSOL-CHEF

    Zum Zeitpunkt des Kaufangebots lagen 49,55 Prozent der ersol-Anteile in Streubesitz. Größte Anteilseigner nach Ventizz waren die Schweizer Großbank UBS   (3,55 Prozent), der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis   (3,03 Prozent) sowie das ersol-Management (0,63 Prozent).

    Bosch will mit der Übernahme seine Aktivitäten bei den erneuerbaren Energien ausbauen. Der ersol-Vorstand befürwortete den Wechsel. "Das ist eine tolle Sache, und wir stehen alle dahinter", hatte Unternehmenschef Claus Beneking der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX gesagt und gleichzeitig sein Ausscheiden aus dem Führungsgremium angekündigt. Ihm soll Bosch-Manager Holger von Hebel nachfolgen./das/sb

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