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ROUNDUP: Daiichi Sankyo will Teil von Merck-Außendienst übernehmen - Generika
Die übrigen 66 sollen künftig in einem neuen Spezialaußendienst Rheumatologie arbeiten. Insgesamt beschäftigt die Biopharmazietochter Merck Serono in Deutschland rund 500 Mitarbeiter. Die Spezialistenaußendienste von Merck Serono in Deutschland, die Fachärzte wie Onkologen, Neurologen, Reproduktionsmediziner, Endokrinologen und Dermatologen betreuen, seien nicht betroffen. Entlassungen könnten durch die Vereinbarung mit Daiichi Sankyo vermieden werden.
Merck Serono will sich künftig noch stärker auf Indikationsgebiete wie Onkologie oder neurodegenerative Erkrankungen konzentrieren, die von Fachärzten in Spezial-Praxen oder in Krankenhäusern behandelt werden. Das Geschäft nicht mehr patentgeschützten Produkten wie Glucophage zur Behandlung von Diabetes oder dem Betablocker Concor werde zukünftig ohne einen Außendienst fortgeführt, sagte Vincent Jacob, Geschäftsführer von Merck Serono in Deutschland. Der Markt für nicht patentgeschützte Arzneimittel wird in Deutschland wesentlich von Rabattverträgen zwischen Pharmaunternehmen und Krankenkassen bestimmt. Merck sei es teilweise nicht gelungen, mit den großen Kassen Verträge zu "betriebswirtschaftlich akzeptablen Konditionen" abzuschließen.
ANGEBOTE FÜR MERCK-MITARBEITER VON DAIICHI
Die Mitarbeiter der Merck Pharma GmbH erhielten individuelle Angebote von Daiichi Sankyo. Entgegen dem gegenwärtig im deutschen Pharmamarkt zu beobachtenden Trend zum deutlichen Abbau von Arbeitsplätzen im Vertrieb werde Daiichi in Deutschland damit seine Mitarbeiterzahl deutlich erweitern. Der Wechsel soll zum August erfolgen. Daiichi Sankyo will bis 2015 auch in Europa zu den führenden Pharmaunternehmen gehören. Zurzeit werden etwa 70 Prozent des Konzernumsatzes in Japan erwirtschaftet. Bis 2015 sollen bei entsprechendem Erlöswachstum 70 Prozent des Konzernumsatzes außerhalb Japans realisiert werden. Daiichi Sankyo ist 2005 aus der Fusion der beiden japanischen Konzerne Daiichi und Sankyo entstanden. Mit einem Jahresumsatz von umgerechnet über 5,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2007 gehört das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den führenden 20 Pharmaunternehmen der Welt.
Für Daiichi Sankyo ist die Vereinbarung mit Merck die vierte Transaktion in Deutschland innerhalb eines Jahres: Im Juli 2007 wurde der zentrale europäische Produktionsstandort im bayerischen Pfaffenhofen für 25 Millionen Euro erweitert. Im Februar wurde die Kooperation mit dem in Martinsried bei München ansässigen Biotech-Unternehmen Morphosys zur Entwicklung monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Krebs verlängert und im Mai erwarb Daiichi Sankyo das ebenfalls in Martinsried bei München angesiedelte deutsche Biotech-Unternehmen U3 Pharma. Darüber hinaus hat der Konzern ein Übernahmeangebot für den größten indischen Pharmahersteller Ranbaxy angekündigt, der in Deutschland ebenfalls eine eigene Tochtergesellschaft hat./ep/she
| 19.06.2008 | Daiichi Sankyo spekulativ einsteigen | Asia Investor | |
| 28.02.2008 | Daiichi Sankyo Wiedereinstieg | Asia Investor |
Aktien in diesem Artikel
| DAIICHI SANKYO | 19,0 | -2,4% | |
| Merck | 74,4 | +1,0% |
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