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ROUNDUP: Daimler schickt mit Gewinnwarnung Aktie auf Talfahrt
An der Börse schickte die Gewinnwarnung die Daimler-Aktie auf Talfahrt. Am frühen Nachmittag lag das Papier mit 37,88 Euro 11 Prozent im Minus und war damit Schlusslicht im DAX , der um 1,3 Prozent absackte. Am Vormittag hatte die Aktie in Erwartung guter Halbjahreszahlen noch um bis zu 2,91 Prozent auf 43,80 Euro zugelegt. "Die nackten Zahlen sind zwar besser als erwartet, aber die gesenkte EBIT-Prognose überschattet alles", sagte ein Händler. "Nachdem sich die Konkurrenz und insbesondere die stärker gefährdeten französischen Autobauer zuletzt eher optimistisch geäußert und ihre Ausblicke bestätigt hatten, wurde nicht mehr damit gerechnet, dass ausgerechnet Daimler als erster umfällt", fügte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler hinzu.
GEWINNRÜCKGANG ERWARTET
Bisher hatte Daimler ein EBIT aus laufendem Geschäft deutlich über Vorjahresniveau angekündigt. Dies hätte mindestens 7,7 Milliarden Euro bedeutet, konkretisierte Daimler nun die früheren Angaben. Insgesamt hatte Daimler im vergangenen Jahr dank milliardenschwerer Sondererträge aus dem Verkauf von EADS-Aktien Anfang 2007 sogar ein EBIT von 8,7 Milliarden Euro erzielt.
Sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeugbereich rechnet Daimler nun mit einem niedrigeren Gewinn als 2007. In der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars werde die Umsatzrendite von 9,1 auf 8 Prozent schrumpfen. Im Nutzfahrzeugbereich werde von einem operativen Gewinn in der Größenordnung von zwei Milliarden Euro ausgegangen, nach 2,121 Milliarden Euro im Vorjahr. Beim Absatz gehe Daimler dagegen davon aus, die für 2008 gesteckten Ziele in allen Bereichen erreichen zu können. Sowohl bei Pkw als auch bei Nutzfahrzeugen soll der Absatz über Vorjahresniveau liegen und bei Bussen an den Vorjahreswert anknüpfen. Beim Umsatz wird weiter von einem leichten Anstieg gegenüber den 2007 erzielten 99,4 Milliarden Euro ausgegangen.
QUARTAL BESSER ALS ERWARTET
Im zweiten Quartal fielen die Daimler-Zahlen dagegen trotz eines Gewinnrückgangs besser als erwartet aus. Der operative Gewinn schrumpfte um vier Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten waren im Schnitt mit einem deutlich stärkeren Rückgang auf 1,9 Milliarden Euro ausgegangen. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 25,4 Milliarden Euro zu und lag damit ebenfalls über der Analystenprognose von 24,3 Milliarden Euro.
Unterm Strich stand ein Überschuss von 1,4 Milliarden Euro, ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Grund für den deutlichen Rückgang waren vor allem Belastungen aus der Beteiligung an Chrysler, die mit einem Minus von 373 Millionen Euro zu Buche schlugen. Daimler hält noch knapp 20 Prozent an dem angeschlagenen US-Autobauer. Die restlichen rund 80 Prozent waren im Vorjahr an den Finanzinvestor Cerberus verkauft worden./fj/she/wiz
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Aktien in diesem Artikel
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