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ROUNDUP: Daimler streicht bei US-Lkw-Tochter Freightliner 1500 Stellen
Spätestens 2009 werde die Lkw-Nachfrage in den USA aber wieder anziehen, weil dann wieder mit Vorzieheffekten zu rechnen sei, hieß es. Grund sind strengere Abgasvorschriften von 2010 an. Mit großen Kosten für den Personalabbau sei nicht zu rechnen. Daimler werde, wie in den USA üblich, lediglich einen Teil der Gesundheitskosten weiterhin tragen, solange die Mitarbeiter nicht beschäftigt würden, sagte Uebber.
WEITERE BETEILIGUNGEN MÖGLICH
Der US-Lkw-Markt war 2007 stark eingebrochen, nachdem die Abgasvorschriften deutlich verschärft worden waren. Viele Spediteure hatten daher geplante Neukäufe auf 2006 vorgezogen. "Wir haben in den USA immer noch eine schwierige Situation", sagte der Finanzchef. In Europa laufe das Lkw-Geschäft dagegen gut. Wegen der starken Nachfrage in Osteuropa sei hier auch 2008 mit einem leichten Wachsen des Marktes zu rechnen.
Uebber schloss nach dem Wiedereinstieg beim Dieselmotorenhersteller Tognum weitere Beteiligungen nicht aus. "Wir sind aber nicht verzweifelt auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten." Das Engagement bei Tognum mache aus strategischer Sicht viel Sinn für Daimler. Der Konzern hatte im April angekündigt, bei seiner 2005 verkauften Tochter wieder mit rund 25 Prozent einzusteigen. Die Ex-Tochter Chrysler ist dagegen nur noch eine reine Finanzbeteiligung, für die die Stuttgarter operativ nicht mehr zuständig sind.
KEINE GEBRAUCHTWAGENPROBLEME IN DEN USA
"Für Chrysler bin ich nicht mehr verantwortlich - zum Glück, muss ich auch sagen", äußerte Uebber. Der Manager geht davon aus, dass der beim Verkauf an den Finanzinvestor Cerberus vereinbarte Kredit in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar im zweiten Quartal eingelöst wird. Daimler hatte die schwächelnde US-Tochter im vergangenen Jahr mehrheitlich an Cerberus verkauft und hält noch knapp 20 Prozent.
Anders als Erzrivale BMW hat Daimler bisher keine Probleme mit den sinkenden Gebrauchtwagenpreisen in den USA. Bei BMW war das erste Quartal mit 236 Millionen Euro belastet worden, weil beim Verkauf zurückgegebener Leasingfahrzeuge in den USA weniger erzielt werden kann. Daimler habe sich dagegen entschieden, die Autos verstärkt über seine Händler zu verkaufen und nicht länger zu versteigern. "Da sind die Preise höher", sagte Uebber. Nennenswerte Belastungen habe es daher bislang nicht gegeben.
HÖHERE ROHSTOFF-BELASTUNGEN
Von höheren Belastungen als bisher geplant geht Daimler dagegen bei den gestiegenen Rohstoffpreisen vor allem für Stahl und Aluminium aus. Statt der bisher für 2008 einkalkulierten Mehrkosten von 300 Millionen Euro rechne der Konzern nun mit 500 Millionen Euro, sagte der Finanzvorstand. Er gehe aber nach wie vor davon aus, die Belastungen durch Einsparungen bei anderen Teilen mehr als ausgleichen zu können. Insgesamt halte Daimler an seinen Ziel fest, die Materialkosten gegenüber dem Vorjahr zu senken. "Das wird aber zunehmend schwieriger werden."/fj/gl/edh
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