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ROUNDUP: Deutsche Börse nach Rekordquartal auf gutem Weg zu Rekordertrag 2008
Zudem sagte Eichelmann: "Wir sind auf gutem Weg, die angekündigten Kosteneinsparungen von 50 Millionen Euro in diesem Jahr zu erfüllen." Ab 2010 werde dann das im September 2007 angekündigte Sparprogramm in vollem Umfang zum Tragen kommen. Geplant seien, trotz des hohen Fixkostenanteils von 80 Prozent, weiterhin jährliche Einsparungen von 100 Millionen Euro. Im laufenden Jahr würden die Gesamtkosten voraussichtlich allerdings auf Grund von IFRS-bedingten Buchführungsanpassungen bei der ISE und Zertifikate-Börse Scoach um 35 Millionen Euro höher ausfallen. Damit werden nun Kosten von 1,315 Milliarden Euro erwartet.
AKTIE SEHR FEST
Die Aktie profitierte von den positiven Zahlen und dem bestätigten Ausblick und stieg im festen DAX am Nachmittag um 3,48 Prozent auf 103,90 Euro. "Exzellente Zahlen", resümierte etwa Analyst Matthias Dürr von der DZ Bank und hob seine Schätzungen für den Jahresgewinn je Aktie leicht an. Sein Anlageurteil "Buy" bestätigte er, ebenso wie zahlreiche andere Analysten, etwa Daniel Garrod von der Citigroup oder Bernd Müller-Gerberding von der UniCredit.
Im ersten Jahresviertel 2008 profitierte die Deutsche Börse - wie bereits im vergangenen Rekordjahr 2007 - von der Krise an den weltweiten Finanzmärkten, die zu reger Handelsaktivität und starken Börsenschwankungen führte. Der Gruppenumsatz stieg um rund 19 Prozent auf ein Rekordniveau von 644,5 Millionen Euro. Hinzu kamen überraschend hohe Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft der Abwicklungs- und Verwahrtochter Clearstream von 64,3 Millionen Euro. Das EBITA legte um 42 Prozent auf 425,8 Millionen Euro zu und der Überschuss um 58 Prozent auf 304,2 Millionen Euro. Insbesondere von diesen starken Ergebniszahlen zeigten sich die meisten Analysten beeindruckt.
EUREX MIT AUSSERORDENTLICH STARKEN ZAHLEN
Mit Blick auf die wichtigsten Sparten des Marktbetreibers trug vor allem die Terminbörse Eurex zu den deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und EBITA bei. Die Erlöse der Terminbörse, die je zur Hälfte zur Deutschen Börse und der Schweizer Börse SWX gehört, kletterten um 52 Prozent auf 271,5 Millionen Euro. Dazu trug vor allem die erstmalige Vollkonsolidierung der ISE bei. Diese war von der Deutschen Börse im Dezember für umgerechnet gut zwei Milliarden Euro übernommen worden. Das EBITA der Eurex legte um 54 Prozent auf 179,9 Millionen Euro zu. Die Gewinne der Terminbörse fließen zu 85 Prozent den Frankfurtern zu./ck/he
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