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ROUNDUP: Deutsche Post steigert Gewinn im 2. Quartal zweistellig
Vor Einmaleffekten sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im zweiten Jahresviertel um rund 18 Prozent gestiegen, teilte der Bonner Logistikkonzern mit. Alle Unternehmensbereiche hätten den Vorjahreswert erreicht oder übertroffen. Die Post hatte im vergangenen Jahr im zweiten Quartal nach angepassten Zahlen 727 Millionen Euro EBIT erzielt, wie eine Sprecherin auf Anfrage erklärte. Rechnerisch weist die Post damit für das 2. Quartal rund 858 Millionen Euro aus.
PROGNOSE
Für das Gesamtjahr halte man nach jetzigem Stand an der Prognose eines EBIT vor Einmaleffekten von 4,1 Milliarden Euro fest - vorausgesetzt, die weltwirtschaftliche Lage verschlechtere sich nicht "signifikant". Die Post hatte im Zuge der Planungen zum Umbau des amerikanischen Expressgeschäfts im Mai ihre Prognose für das Gesamtjahr um 100 Millionen Euro gesenkt.
Beim Umsatz hätten negative Währungseinflüsse das Wachstum im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr gebremst, hieß es. Sie fraßen die positiven Effekte höherer Treibstoffpreise wieder auf, die die Post erfolgreich an ihre Kunden weitergereicht hatte. Somit sei der Umsatz um vier Prozent gestiegen, ohne Währungseinflüsse lag das Umsatzwachstum laut Mitteilung bei etwa neun Prozent. Die Erlöse lagen im Vorjahresquartal bei 15,436 Milliarden Euro, so die Sprecherin. Rechnerisch kommt die Post damit bei einem Wachstum von 4 Prozent auf einen Umsatz von rund 16,053 Milliarden und währungsbereinigt auf rund 16,852 Milliarden Euro. Die Analysten von Equinet und der WestLB hatten mit einem geringeren Plus gerechnet. Details zum abgelaufenen Quartal will die Post am 31. Juli veröffentlichen.
US-EXPRESSGESCHÄFT
Zu dem Ende Mai angekündigten Umbau des Expressgeschäfts in den USA hieß es, die eingeleiteten Maßnahmen verliefen "nach Plan" - trotz einer Verschlechterung des Marktumfelds für Luftexpress-Sendungen in den USA. "Auch die Fortschritte bei den Verhandlungen mit UPS sind zufrieden stellend", teilte der Bonner Konzern mit. Die Post hatte sich nach jahrelangen Verlusten im amerikanischen Expressgeschäft entschieden, die Luftfracht in den Vereinigten Staaten an den Erzrivalen UPS abzugeben. Am Kurier- und Straßennetzwerk hält sie fest, will das Bodennetz aber ordentlich zurückstutzen. In der Mitteilung vom Mittwoch hieß es, der Konzern werde nach Abschluss der Verhandlungen mit UPS wieder über das Thema informieren.
Die Aktie der Post legte nach der überraschenden Mitteilung am Abend im Frankfurter Parketthandel um 3,57 Prozent auf 16,23 Euro zu. Einem Händler zufolge lesen sich die Zahlen auf den ersten Blick gut. Dies sei vor allem deshalb positiv, da viele Marktteilnehmer Post-Aktien gegenüber skeptisch eingestellt seien. Wichtig sei jetzt jedoch, wie es mit dem US-Geschäft weitergehe./sb/fn/sk
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