15.05.2008 10:15
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ROUNDUP: Ersol enttäuscht mit Ergebnis- und Umsatzsprung - Aktie unter Druck

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Solarzellen-Hersteller ersol  hat mit seiner Quartalsbilanz den Markt enttäuscht. Analysten waren von noch höheren Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn ausgegangen. Trotz des bekräftigten Ausblicks kamen bei den Experten erste Zweifel auf, ob die ehrgeizigen Ziele erreicht werden können. Die Aktie präsentiert sich im frühen Handel in einem knapp behaupteten Markt am TecDAX-Ende.

    Im ersten Quartal stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,31 auf 7,736 Millionen Euro, wie das im TecDAX  notierte Unternehmen am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit 9,7 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz verdoppelte sich getrieben vom Auslandsgeschäft auf 52,4 Millionen Euro; die Experten hatten allerdings mit 56,3 Millionen Euro gerechnet. Die Umsatzverteilung hat sich laut den Angaben dabei weiter in Richtung Ausland verschoben, die Exportquote lag bei 79,9 Prozent (Q1 2007: 54,3 Prozent).

    Die EBIT-Marge von 14,8 Prozent ging im Vergleich zum Vorjahr (16,5 Prozent) leicht zurück und wurde durch das negative Betriebsergebnis des Bereiches Modules belastet. "Die ersol Gruppe geht davon aus, dass sich die EBIT-Marge in den kommenden Quartalen verbessern wird: Zum einen durch erhöhte Materiallieferungen, die zu steigender Auslastung im Bereich Wafers und Solar Cells führen werden, und zum anderen durch erhöhte Umsätze im Bereich Thin Film", kündigte das Unternehmen an. Zum bekräftigtem Ausblick hieß es: "Die Tatsache, dass ersol in diesem Geschäftsjahr zu 100 Prozent ausverkauft ist, trägt zu dieser Planungssicherheit bei." MARKT ENTTÄUSCHT

    Der Quartalsbericht von ersol hat Händlern zufolge die durchschnittlichen Markterwartungen verfehlt. Zwar seien die Zahlen für die ersten drei Monate des Jahres von eher geringer Bedeutung für die Ergebnisse des Gesamtjahres, sagte ein Börsianer. Dennoch stelle das schwache Zahlenwerk die ehrgeizigen Ziele des Solarzellen-Herstellers in Frage.

    Auch Analyst Robert Schramm von der Commerzbank äußerte sich skeptisch und bestätigte seine "Reduce"-Einschätzung bei einem Kursziel von 60 Euro. Die Quartalszahlen haben auch seiner Ansicht nach enttäuscht. Die WestLB senkte ihre Empfehlung von "Hold" auf "Reduce". Gegen 9.30 Uhr notierte die Aktie mit minus 3,03 Prozent bei 62 Euro./sk/wiz

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