23.06.2008 13:21
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ROUNDUP/'FTD': MAN lotet Verkauf von Industriedienstleister Ferrostaal aus

        MÜNCHEN/ESSEN (dpa-AFX) - Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN lotet nach einem Zeitungsbericht den Verkauf seiner Sparte MAN Ferrostaal aus. Die Investmentbank Goldman Sachs sondiere im Auftrag des DAX-Konzerns das Interesse an dem Industriedienstleister und Anlagenbauer, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Montag). Der Prozess verschaffe MAN die Chance, seine Struktur rasch zu vereinfachen, sollte es zu einer Dreier-Allianz mit dem schwedischen Lastwagenhersteller Scania und mit Volkswagen kommen. VW ist größter Aktionär bei MAN und Scania. Ein MAN-Sprecher bezeichnete den Bericht als "Gerücht", das er nicht kommentieren wolle. "Fakt ist: Ferrostaal ist offen für Partnerschaften und Kooperationen", sagte der Sprecher.

    So habe MAN Ferrostaal in den vergangenen Monaten allein drei neue strategische Partnerschaften in der Solarenergie geschlossen. "Das ist ein Prozess, der andauert", sagte der MAN-Sprecher. Man sei dabei nicht unter Zeitdruck, zumal Ferrostaal eine gute Rendite erwirtschafte.

     Dem Bericht zufolge gibt es für Ferrostaal aus der Branche Interessenten aus dem In- und Ausland, darunter ein börsennotiertes deutsches Unternehmen und ein Investor aus dem Nahen Osten, der einen Staatsfonds im Rücken habe. Attraktiv sei MAN Ferrostaal auch für Energiekonzerne. Der Prozess befinde sich in einem frühen Stadium und könne noch abgebrochen werden. Außer einem Komplettverkauf sei auch denkbar, nur Teile abzustoßen oder Joint Ventures zu bilden.

     Erschwert werde ein Verkauf durch das politisch mitunter sensible Geschäft der Sparte "Governmental", hieß es in der "FTD". Wenn Staaten nach dem Kauf militärischer Güter Gegengeschäfte verlangten, erledige das häufig MAN Ferrostaal. In diesem Zusammenhang hat Ferrostaal beispielsweise schon mehrfach als Vertriebsgesellschaft für U-Boote der ThyssenKrupp-Tochter HDW gearbeitet./cs/fn/DP/zb

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