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ROUNDUP: Finanzkrise treibt Allianz-Tochter Dresdner erneut in rote Zahlen
Auf Konzernebene brach der Gewinn der Allianz ebenfalls deutlich ein. Dennoch zeigte sich der Vorstand optimistisch, dass die bis 2009 gesetzten Ergebnisziele nach wie vor erreichbar seien. "Die Kennzahlen zeigen, dass das Unternehmen in sehr guter Verfassung ist und wir bestens positioniert sind für die Rückkehr normaler Marktbedingungen", sagte Vorstandsmitglied Helmut Perlet. Die Allianz hatte sich vorgenommen, ihren operativen Gewinn von 2007 bis 2009 im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr zu steigern. Dies sei um so schwerer zu erreichen, je länger die schwierigen Bedingungen des Jahres 2008 anhielten, sagte Perlet.
AKTIE GIBT NACH
Obwohl die Allianz bereits Ende April die hohen Abschreibungen bei der Dresdner Bank angekündigt hatte, gab die Allianz-Aktie am Freitag in den ersten Handelsminuten 1,33 Prozent auf 128,63 Euro nach. Die endgültigen Zahlen lägen immer noch deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen, sagte ein Händler. Mit Blick auf die Sparten habe der Versicherer im Schaden- und Unfallgeschäft positiv abgeschnitten, der Bereich Leben- und Krankenversicherung enttäusche dagegen. Auch vom Ausblick kämen wenig positive Impulse
Der Überschuss des Allianz-Konzerns war im ersten Quartal um fast zwei Drittel auf 1,15 Milliarden Euro eingebrochen. Das operative Ergebnis ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut ein Drittel auf 1,86 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz fiel mit 27,7 Milliarden Euro um 5,7 Prozent schwächer aus als im Vorjahr. Seit dem Jahreswechsel gab auch das Eigenkapital erneut nach, dieses Mal um 2,8 Milliarden Euro auf 45,0 Milliarden Euro. Bereits im Schlussquartal 2007 war es um rund eine Milliarde Euro gesunken.
DRESDNER BANK DRÜCKT AUF GEWINN
Für den Rückgang des operativen Konzerngewinns zeichnete vor allem, aber nicht nur die Dresdner Bank verantwortlich. Bei ihr brachen neben dem Gewinn auch die operativen Erträge ein, und zwar um beinahe zwei Drittel auf 719 Millionen Euro. Provisions- und Zinsüberschuss gaben ebenfalls nach. Unter dem Strich wies die Bank einen Verlust von 513 Millionen Euro aus nach 612 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor. Die Allianz hielt dem Institut zugute, auch seine Kosten reduziert zu haben. Der operative Aufwand sei bei der Dresdner Bank um von 1,35 auf 1,16 Milliarden Euro gesunken. Zudem seien wegen der schwachen Aktienmärkte bewusst geringe Gewinne aus Kapitalanlagen realisiert worden.
Auch in anderen Sparten zeigte die Entwicklung nach unten. Im Leben- und Krankenversicherungsgeschäft gab das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr von 750 auf 589 Millionen Euro nach, vor allem wegen weniger Einnahmen aus Kapitalanlagen. Auch das Asset Management litt unter den schwachen Aktienmärkten. Der operative Gewinn in diesem Segment ging von 312 auf 241 Millionen Euro zurück.
NUR SCHADEN/UNFALL IM PLUS
Einzig die Schaden- und Unfallversicherung legte von 1,27 Milliarden Euro auf 1,48 Milliarden Euro zu. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte von 96,8 auf 94,8 Prozent. Je weiter sie unter 100 Prozent liegt, desto stärker sind Schäden und Verwaltungskosten alleine durch Beitragseinnahmen gedeckt. Bis 2009 solle sie im Schnitt unter 94 Prozent bleiben, bekräftigte die Allianz mit Verweis auf ihre mittelfristigen Ziele./stw/zb
| 13.05.2008 | Allianz overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.05.2008 | Allianz neues Kursziel | Citigroup Corp. | |
| 09.05.2008 | Allianz kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 09.05.2008 | Allianz buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 09.05.2008 | Allianz buy | Citigroup Corp. |
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